Der Austausch von Daten und Kontaktadressen untereinander ist eine Schwachstelle der meisten Mobiltelefone: Datenkabel sind recht umständlich und bedingen oftmals den PC als Umweg, Infrarot funktioniert nur Montags und Bluetooth gibt sich oft zickig im Umgang mit Handys von unterschiedlichen Herstellern. Zumindest im Bereich der Android-Smartphones darf sich aber nun eine vierte Variante beweisen: Die Applikation Hoccer verspricht den einfachen Datenaustausch mittels Wurf- und Fangbewegungen.
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Wirf mal deine Daten rüber
Funktionieren soll das Ganze so: Eine Person imitiert mit ihrem Smartphone einen Frisbeewurf, während eine weitere Person - ebenfalls mit einem Smartphone in der Hand - das Fangen simuliert. Damit die versendeten Daten auch wirklich nur beim vorgesehenen Empfänger ankommen, müssen beide Mobiltelefone im Vorfeld gleichzeitig angetippt werden. So wird verhindert, dass mehr als eine Datenverbindung aufgebaut werden kann.
Hoccer ermöglicht jedoch auch das Verteilen von Inhalten innerhalb von Gruppen. So kann etwa die Präsentation eines Vortrags ebenfalls mit einem "Wurf" an die Zuhörer verteilt werden, die sie per Fanggeste erhalten. Technisch gesehen werden dabei die Daten auf einen Server - etwa über GPRS oder UMTS - hochgeladen und anschließend durch das Ausführen einer bestimmten Bewegung auf die Smartphones des Publikums im Empfangsmodus übertragen. Um Kollisionen mit anderen Datentransfers zu vermeiden, steht dem Empfänger zum Abrufen jedoch lediglich ein Zeitfenster von fünf Sekunden zur Verfügung.
Die Software ist auf der App-Plattform Android Market kostenfrei erhältlich. Eine weitere Hoccer-Version ist laut dem Berliner Entwickler ART+COM Technologies für das iPhone in Vorbereitung. Ein genauer Termin für die Veröffentlichung steht hier allerdings noch nicht fest.
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