Google geht neue Vertriebswege, um seinen
Chrome-Browser einer breiteren Masse zugänglich zu machen. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet, kooperiert Google neuerdings mit dem japanischen Elektronikkonzern Sony.
Chrome goes Sony
Der
Internetbrowser Chrome wird künftig auf allen Vaio-Rechnern aus dem Hause Sony als Alternative zum
Internet Explorer vorinstalliert sein. Google geht damit ganz neue Vertriebswege: noch nie kooperierte das Unternehmen mit einem Computerhersteller. Nach Angaben von Sony seien bereits erste Computer mit dem Chrome-Browser ausgeliefert worden. Auf Anfrage der FTD gab Google zu, mit weiteren Computerbauern in Verbindung zu stehen, nannte jedoch keine Details.
Verbreitung hinter Erwartungen
Nach Informationen der FTD hat der Chrome-Browser noch nicht den gewünschten Erfolg, den Google ursprünglich angepeilt hatte. Derzeit nutzen rund 30 Millionen Menschen Chrome - gemessen an allen Internetnutzern entspricht dies mageren 2,6 Prozent. Für den Suchmaschinengiganten ist der eigene Browser ein direktes Konkurrenzprodukt zum Internet Explorer. Google torpediert damit die Vormachtstellung von Microsoft - und das nicht nur auf dem Browser-Markt. Schon bald soll
Chrome OS, ein kostenloses
Betriebssystem, den
Windows-Produkten zunächst auf dem Netbook-Sektor gehörig Konkurrenz machen.
Michael Müller