Die Film-, Musik- und die Spiele-Industrie haben einen gemeinsamen Feind: Nutzer von illegal kopierter Software. Mit
Abmahnungen, Schadensersatzansprüchen und
geforderten Internetsperren soll den sogenannten "Raubkopierern" ein Riegel vorgeschoben werden – wenn es nach den Software-Anbietern geht. Auch Nintendo will nun stärker gehen die unerlaubte Nutzung seiner Videospiele vorgehen.
"Massive Maßnahmen"
Wie der japanische Konzern bekannt gab, soll das europäische Team verdichtet werden. Jodi Daugherty, bei Nintendo im Bereich Anti-Piraterie zuständig, kommentiert: "Die Gründung eines europaübergreifenden Teams gegen Software-Piraterie zeigt, wie ernst Nintendo die Bedrohung durch Raubkopien nimmt. Wir streben massive Maßnahmen gegen Kriminelle an, die aus einer Verletzung der Rechte der Spieleentwickler Kapital schlagen wollen."
Experten-Team
Hierzu hat Nintendo drei Experten an Bord geholt. Neil Boyd, der bereits bei Warner Brothers und der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) die Interessen der Anbieter vertrat, um Urheberrechtsverletzungen aufzuspüren, wird nun Nintendo in Sachen Raubkopien im europäischen Raum beraten. Er habe bereits Zivilprozesse gegen
Internet-Plattformen betreut. Unterstützung erhält Boyd von den Rechtsberatern Jonathan Tully von der Kanzlei Bristow Solicitors, der bereits bei Universal Music und United News & Media Erfahrungen sammelte, und Matthias Damm vom Institut für Informationsrecht der Universität Karlsruhe.
Im Juni teilte
Nintendo mit, dass die Zahl der Kopien in den letzten Monaten enorm angestiegen sei und führte daraufhin einen Kopierschutz für die Konsolen DS und DSi ein.