Die Telefonie per Internet (
VoIP) ist längst den Kinderschuhen entwachsen und wird von Millionen Anwendern weltweit genutzt. Komfortable Programme wie die
VoIP-Software Skype ermöglichen dabei sogar Video-Telefonate. Doch Ungemach droht nun von einem Trojaner, der laut den Experten von Symantec, einem Hersteller von Sicherheitssoftware, VoIP-Telefonate abhören kann.
Speicherung als MP3-Datei
Der Trojan.Peskyspy getaufte Schadcode beruhe nicht auf einer Schwachstelle von Skype selber. Die VoIP-Software sei aber sehr populär und gerate daher auch in den Fokus von Schadcode-Programmierern. Eine ähnliche Gefahr könnte schon bald anderen VoIP-Programmen drohen. Der Trojaner nimmt den Sound eines am Computer angeschlossenen Audiogerätes wie etwa eines Headsets auf, indem er sich in die entsprechenden Prozesse einklinke. Die extrahierten Audio-Dateien lassen sich dann als MP3-Dateien auf dem
Computer speichern und per Hintertür unbemerkt von den Anwendern an die Rechner von Dritten weiterleiten.
Bislang hat der Trojaner noch keine große Verbreitung gefunden. Er kann sich nicht selbständig auf anderen Rechnern einnisten. Künftige Varianten würden dies laut Symantec aber sicherlich beherrschen. VoIP-Nutzer sollten daher immer eine Virenschutzsoftware mit aktuellen Viren-Signaturen verwenden.