Samstag, 29.08.2009 11:01

Ring frei: Apple's Schneeleopard vs. Windows 7

aus dem Bereich Computer
Zwei Monate vor dem Start von Windows 7 am 22. Oktober heizt Apple seit diesem Freitag mit seinem neuen Betriebssystem Mac OS X "Snow Leopard" den Wettbewerb mit Microsoft an. Im Gegensatz zu den Systemaktualisierungen zuvor setzt Apple dabei nicht auf eine Vielzahl von neuen Funktionen, sondern verspricht seinen Kunden ein schlankes und schnelles System, mit dem ein Macintosh-Rechner künftig noch zuverlässiger und einfacher zu bedienen sei. Von den Verbesserungen können allerdings nur die Besitzer eines modernen Macs mit einem Intel-Chip profitieren, da Snow Leopard auf älteren Maschinen mit einem PowerPC-Prozessor nicht mehr läuft.

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Unterstützung von 64 Bit-Systemen

Viele der Änderungen sind für die Anwender gar nicht oder zumindest nicht auf den ersten Blick sichtbar, da sie die Architektur "unter der Haube" betreffen. Die Apple-Software unterstützt künftig neben 32-Bit auch 64 Bit-Systeme, womit mehr Hauptspeicher genutzt und Programme schneller laufen können. Außerdem führt Apple mit "Grand Central Dispatch" und "OpenCL" neue Technologien ein, um die Mehrkern-Architektur moderner Computerchips sowie die ständig wachsende Power der Grafikkarten besser nutzen zu können.


Windows 7 und Snow Leopard: Microsoft und Apple wollen mit ihren neuen Betriebssystemen
bei den Kunden punkten. Bild: Microsoft/Apple.
Windows 7: weniger Sicherheitsnachfragen

Microsoft verfolgt mit dem im Vergleich zu Snow Leopard deutlich teueren Windows 7 einen anderen Ansatz. Mit dem Vorgängersystem Windows Vista hatte der Softwareriese bereits vor zwei Jahren gravierende Änderungen in der Systemarchitektur vorgenommen, die damals aber viele Partner und Kunden überforderten. So liefen dann etliche Programme oder externe Geräte wie Drucker zunächst nicht mit dem neuen System. Diese Schwierigkeiten sollen mit Windows 7 überwunden werden. Außerdem nutzt Microsoft nun die Gelegenheit, die in der Kritik stehende Benutzeroberfläche von Vista zu überarbeiten, so dass die Anwender beispielsweise künftig seltener von dem System mit Sicherheitsnachfragen genervt werden.

Snow Leopard: Schlanke Software mit neuem Update-Konzept

Apple führe mit Snow Leopard "ein radikales Konzept eines Software-Updates ein, das schlanker, schneller und besser anstatt größer, langsamer und aufgeblähter" sei, urteilt David Pogue von der "New York Times". Nach der Installation kann man unmittelbar sehen, was Apple unter "schlank" versteht. Bis zu sieben Gigabyte Speicherplatz gibt Snow Leopard auf der Festplatte frei. Das ist eine echte Premiere, denn bislang verschlangen neue Systeme immer mehr Platz. Die Geschwindigkeitsverbesserungen betreffen vor allem die Benutzeroberfläche "Finder", den Internetbrowser "Safari" und das Programm für die elektronische Post "Mail".
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