Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat
Internet-Anbieter zu mehr Datensicherheit aufgefordert. "Die Unternehmen müssen (...) ihrer Verantwortung für die Sicherheit im Netz besser gerecht werden", sagte Aigner am Mittwoch in Berlin. "Betreiber sollten zum Beispiel sicherheitsfreundliche Voreinstellungen nutzen." Anbieter müssten die Daten der Nutzer effektiver schützen. Mit zwei neuen Ratgeberportalen will Aigner jüngere und ältere Surfer vor gefährlichen Klippen im Internet warnen. "Das Problem ist, dass die Nutzer sich nicht immer bewusst sind über die Risiken, die sich dahinter verbergen."
Abmahnungen an Netzwerke
Inzwischen nutzen 70 Prozent der Bundesbürger nach Zahlen des Verbraucherministeriums täglich das
Internet. Im Juli hatten die
Verbraucherzentralen fünf Betreiber sozialer Netzwerke abgemahnt: Facebook, MySpace, Lokalisten, Wer-kennt-wen und Xing. Die Anbieter sollten sicherstellen, dass Daten nur verwendet werden, wenn die Nutzer auch einwilligen. Facebook hatte die Kritik zurückgewiesen, Xing Sofortmaßnahmen angekündigt. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen zeigte sich am Mittwoch nur bedingt zufrieden. Einige hätten schnell erklärt, Kritikpunkte zu verbessern, mit anderen seien möglicherweise noch Verhandlungen nötig.
Zwei neue Datenschutz-Portale für Verbraucher
Das von den Verbraucherzentralen entwickelte Portal gibt Tipps zum Datenschutz. Screenshot: onlinekosten.de.
Mit dem Portal "
Surfer haben Rechte" sollen Verbraucher per Checkliste prüfen können, wie sie ihre persönlichen Daten gegen "schwarze Schafe" besser schützen können, zum Beispiel beim Besuch
sozialer Netzwerke. Die Verbraucherzentralen haben das Angebot entwickelt. Das Angebot "
Verbraucher sicher online" der Technischen Universität Berlin gibt Tipps zur Internetnutzung. Darin wird erklärt, wie man ein E-Mail-Programm einrichtet und vom
Computer aus Bankgeschäfte erledigt.