Bereits vor einem Jahr hatte
Vodafone ein noch schnelleres mobiles Internet versprochen. Nun verkündet der Mobilfunkkonzern die Umsetzung. Ab sofort sind an stark frequentierten HotSpots wie Flughäfen und großen Bahnhöfen per
HSDPA Geschwindigkeiten von bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downlink möglich.
UMTS-Netz wird schneller
Schon seit längerem waren im
UMTS-Netz von
Vodafone bundesweit 3,6 Mbit/s im Downlink und bis zu 1,45 Mbit/s im Uplink erreichbar. In zahlreichen deutschen Städten wurde die Geschwindigkeit beim Download von Daten nun auf bis zu 7,2 Mbit/s heraufgeschraubt. Der Upload erfolgt mit bis zu drei Mbit/s. Auch größere Daten wie Filme oder Fotos lassen sich bei solchen Bandbreiten schnell auf das
Handy oder das
Notebook übertragen. Die erreichbaren Übertragungsgeschwindigkeiten können inzwischen durchaus mit
DSL-Standardanschlüssen mithalten. Zunächst sind dies vielfach aber nur theoretische Werte.
Zehn Mbit/s im Praxistest
In einem Praxistest erreichte Vodafone mit dem neuen
Nokia 6730 aktuell Geschwindigkeiten von knapp zehn Mbit/s. Aber auch Besitzer älterer Handys sollen vom beschleunigten UMTS-Netz profitieren, da die Daten schneller von den Mobilfunkbasisstationen ins Festnetz transportiert werden. "Kunden von Vodafone können als Erste in Deutschland schon heute höchste Geschwindigkeiten von zehn Megabit pro Sekunde bei mobilen Datendiensten nutzen. Damit unterstreichen wir in Sachen mobile Breitbandlösungen unsere Vorreiterrolle", so Hartmut Kremling, Geschäftsführer Technik von Vodafone Deutschland.
Bandbreiten von bis zu 14,4 Mbit/s stellen nur einen Zwischenschritt dar, längst
tüftelt Vodafone schon an 28,8 Mbit/s im Downlink. Zur Nutzung der dabei eingesetzten Technik HSPA+ werden allerdings neue, kompatible Handys benötigt. Auch Konkurrent
o2 will noch in diesem Jahr mobiles Internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 28 Mbit/s anbieten.