Alles nur ein billiger Werbegag? Der Domain-Verkürzungsdienst tr.im, der erst am Sonntag bekannt gegeben hatte,
seinen Dienst aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit einzustellen, hat seine
Internetseite überraschend reaktiviert. Offiziell liege das an überwältigenden Reaktionen und diversen Bitten um eine Fortsetzung, wie die Betreiber in ihrem Blog schreiben. Keinesfalls habe man Firmenwerbung betreiben wollen.
Twitter in der Kritik
Grundsätzlich stehe man zu den getätigten Aussagen vom Montag und weißt ausdrücklich von sich, lediglich Mitleid erregen zu wollen. Insbesondere mit der Monopol-Stellung vom Konkurrenz-Angebot bit.ly, das bei
Twitter automatisch Verwendung findet, wenn eine
URL wie www.onlinekosten.de eingesetzt wird, ist man bei tr.im äußerst unzufrieden. Eine Herausforderung sei ohne bedeutende Investitionen oder Innovationen nicht möglich. Twitter müsse seinen Nutzern die Möglichkeit geben, selbst auszuwählen, welchen Dienst sie nutzen wollen.
Im Laufe der nächsten Wochen will man sich Gedanken darüber machen, wie es in Zukunft mit tr.im weitergehe. Solange wird es uneingeschränkt möglich sein, das Verkürzungsangebot samt seiner Statistikbereiche zu nutzen. Auch in Zukunft wollen die Betreiber darauf verzichten, Werbung in Zwischenräumen einzublenden. Das sei kein rentables Umsatzmodell und ohnehin nicht gern gesehen.
Hayo Lücke