Werden Mobilfunk-Experten gefragt, worin die Zukunft ihrer Branche liegt, fallen häufig die Schlagworte "
mobiles Internet". Auf Basis von
UMTS und dem Datenturbo
HSDPA gehen schon heute immer mehr Menschen mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) online, aber das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Mittelfristig sollen Downstream-Raten von bis zu 100 Mbit/s möglich werden, langfristig stehen sogar 300 Mbit/s auf der Agenda. Dabei helfen sollen die
digitale Dividende und die
Mobilfunk-Technologie der vierten Generation, LTE (Long Term Evolution).
LTE als DSL-Alternative
Um die Möglichkeiten von
LTE weiter auszuloten, haben der Netzbetreiber
Vodafone und Huawei Technologies eine neue Kooperation geschlossen. Noch diesen Sommer wollen die beiden Partner zeigen, wie mit LTE eine Breitbandabdeckung in ländlichen Gebieten ohne
DSL-Versorgung zur Verfügung gestellt werden kann.
Der Testlauf soll aber auch zeigen, dass eine keine Komplikationen mit benachbarten Frequenzspektren gibt. Zum Beispiel mit digitalen TV- oder Radio-Signalen. Ein erstes
LTE-Pilotprojekt hatte Vodafone schon vor einigen Wochen gestartet. Mit im Boot sitzt unter anderem der Westdeutsche Rundfunk (WDR).