T-Mobile und
Vodafone streiten um das iPhone. Wie ein Pressesprecher von T-Mobile bestätigte, hat die Telekom-Tochter eine einstweilige Verfügung gegen den Konkurrenten erwirkt. Die Vermarktung des Mobiltelefons durch Vodafone ist dem magentafarbenen Riesen ein Dorn im Auge.
Exklusivrecht in Gefahr?
Gegenstand ist das Exklusivrecht von T-Mobile, das iPhone zu vermarkten. Das Unternehmen beobachte stetig den Markt und wäge ab, einzuschreiten, wenn dieses exklusive Vertriebsrecht in Gefahr sei, teilte uns T-Mobile mit. Im Fall von Vodafone ist der
Mobilfunk-Anbieter eindeutig der Meinung, dass sein Exklusivrecht gefährdet wird.
Vodafone prüft Verfügung
Vodafone bietet das iPhone zwar nicht plakativ mit Vertrag an,
vermittelt interessierten Kunden jedoch per Hotline die Adresse eines Partnerhändlers, der ein iPhone ohne SIM-Lock vertreibt. Wie Vodafone zum damaligen Zeitpunkt unserer Redaktion bestätigte, sei eine derartige Vermittlung "auf direkte Anfrage des Kunden" möglich. So gibt es bei Vodafone zwar keinen Direktvertrieb, aber die besagte Möglichkeit,
über Umwege an ein iPhone mit Vodafone-Tarif zu kommen.
Wie ein Vodafone-Sprecher unserer Redaktion auf Nachfrage mitteilte, wird die Verfügung gerade in der Rechtsabteilung geprüft. Weitere Details wurden noch nicht genannt. Vodafone betonte jedoch, dass die Verfügung nichts mit einer Verletzung des Exklusivvertriebsrechts von T-Mobile zu tun hätte. Vodafone spricht von einer "Vermittlung", bei der Telekom-Tochter hingegen fiel das Wort "Vermarktung".
Dass es hierzulande nur T-Mobile gestattet ist, das iPhone von Apple mit oder ohne SIM-Sperre und Vertrag zu vermarkten, ist für die Wettbewerber natürlich ein großer Nachteil. Schon nach dem Start des
Handys 2007 erwirkte Konkurrent Vodafone eine
einstweilige Verfügung gegen diese Exklusiv-Praxis, die jedoch später wieder
aufgehoben wurde.