Der unter dem Namen Arcor bekannte Festnetzanbieter steht vor einschneidenden Änderungen. Bekanntlich hat Vodafone die Integration seiner im vergangenen Jahr
komplett übernommenen Tochter Arcor schon länger geplant. Vodafone-Chef Friedrich Joussen bestätigte im Mai, dass die
Marke Arcor zum 1. August eingestampft werde. Der Zeitpunkt ist nun gekommen, ab nächstem Monat präsentiert sich die bisherige Arcor AG & Co. KG künftig als Vodafone AG & Co. KG. Die Übernahme von Arcor wird damit abgeschlossen.
Vermarktung von Vodafone-Produkten
Ab Anfang August können Neukunden über die Arcor-Webseite keine
DSL-Produkte von Arcor mehr bestellen. Nach einem Hinweis auf die Integration in den Mutterkonzern, werden Kunden dann zum
Vodafone-Shop weitergeleitet. Faktisch waren die Komplettpakete von Arcor und Vodafone allerdings schon seit Monaten angeglichen worden und unterschieden sich vorwiegend nur noch durch den Markennamen.
Markenname Arcor verschwindet
Vodafone-Chef Joussen: Arcor geht komplett in Vodafone auf. Bild: Vodafone.
Das Logo in der Arcor-Firmenzentrale in Eschborn musste inzwischen bereits einem Vodafone-Logo weichen. Auch in den Shops verschwindet der Markenname Arcor von der Bildfläche. Künftig erhalten Neukunden dort Produkte wie das Vodafone
All-Inclusive-Paket oder das
Surf-Sofort-Paket, wie ein Vodafone-Sprecher auf Anfrage von onlinekosten.de mitteilte.
Kaum Änderungen für Bestandskunden
Bestandskunden stehen weiterhin alle bisherigen Kundenleistungen sowie Sprach- und
DSL-Produkte zur Verfügung. Die Kommunikation mit ihrem Telekommunikationsanbieter wird sich jedoch ändern. Auf Rechnungen prangt künftig das Vodafone-Firmenlogo, auch die E-Mail-Adressen der Ansprechpartner werden auf Vodafone umgestellt. "Unter der gemeinsamen Marke erhalten unsere Kunden innovative Lösungen aus einer Hand für
Mobilfunk, Festnetz, Datendienste und
Breitband-
Internet", so Vodafone-Chef Friedrich Joussen.
Eschborn, mit rund 2.000 Mitarbeitern einer der größten deutschen Vodafone-Standorte, bleibe auch im integrierten Konzern weiterhin von Bedeutung. Hier sei auch ein globales Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Lösungen für
IP-TV,
Video-on-Demand und Heim-Vernetzung angesiedelt.