Deutsche Eltern sehen im Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechnik eine Schlüsselqualifikation für ihre Kinder. Dementsprechend unterstützen sie ihren Nachwuchs und gewähren ihm zuhause Zugang zum
Computer. An den Schulen hingegen sehen sie Handlungsbedarf.
Zu wenig Einsatz in Schulen
Zu diesem Ergebnis kommt eine Eltern-Umfrage von Redshift Research im Auftrag des Konzerns Intel. 88 Prozent der Eltern halten eine kompetente
PC-Nutzung ihrer Kinder für essenziell (55 Prozent) oder sehr wichtig (33 Prozent). 30 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen nutzen dabei den Heim-PC hauptsächlich für Hausaufgaben und damit häufiger als zur Kommunikation (26 Prozent), zur Recherche von Freizeitaktivitäten (fünf Prozent) oder zum Einkaufen (vier Prozent). Nur die Unterhaltung steht mit 36 Prozent als häufigster Nutzungsgrund vor dem Einsatz des Computers als Lernmittel.
Auf der anderen Seite sind nur acht Prozent der deutschen Eltern der Meinung, dass die Regierung genug unternimmt, um den Zugriff auf PCs als Lernhilfe zu unterstützen. Die befragten Eltern sehen daher Regierung (54 Prozent) oder Schulen (38 Prozent) in der Pflicht, den Zugang zum Computer als Lernmittel zu fördern. Fast jedes fünfte deutsche Kind hat nach Angaben der Eltern an der Schule keinerlei Zugang zu einem Rechner. Immerhin 47 Prozent geben an, Computer würden an der Schule ihres Kindes regelmäßig genutzt, um das Lernen zu unterstützen und 32 Prozent der Kinder und Jugendlichen wird zusätzlich oder alternativ ein Informatikunterricht angeboten.
87 Prozent haben Zugang zu Computer
97 Prozent der befragten Eltern glauben, dass sich die PC-Kenntnisse ihres Kindes zu einem großen Anteil (57 Prozent) oder zu einem bestimmten Anteil (40 Prozent) auf die späteren Berufschancen ihres Kindes auswirken. Dabei haben 87 Prozent aller deutschen Kinder zuhause Zugang zu einem Computer, 52 Prozent besitzen einen eigenen Desktop-PC oder ein
Notebook. Hier liegt Deutschland weit über dem Durchschnitt der EMEA-Staaten (Europe, Middle East, Africa) von 33 Prozent.
Deutsche Eltern sind laut Umfrage allerdings zögerlicher als Väter und Mütter in anderen EMEA-Ländern, wenn es um das Alter geht, mit dem ihr Kind Zugriff auf den PC erhalten sollte. 46 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Kinder bereits vor dem achten Lebensjahr Zugang zu einem Rechner haben sollten, im EMEA-Durchschnitt sind es 65 Prozent.
Bei der Befragung im Mai 2009 beteiligten sich mehr als 5.200 Eltern in elf EMEA-Nationen, darunter 510 Eltern aus Deutschland.