Einmal im Jahr ruft Dirk Schadt zu einem Spontan-Picknick auf dem Schlossplatz in der Braunschweiger Innenstadt auf. Im vergangenen Jahr fiel dieser Flashmob wegen schlechten Wetters aus, dieses Jahr spielt die Stadt Braunschweig den Spielverderber.
Flashmobs seien illegal
Bis zu 70 Menschen fanden sich bislang zweimal zusammen, um eine Stunde lang auf dem Platz vor den Schloss-Arkaden friedlich auf Decken sitzend zu speisen. Der Aufruf dazu erfolgte über eine Gruppe im
Online-Netzwerk studiVZ und hat jetzt das Ordnungsamt Braunschweig auf den Plan gerufen. Wie der leidenschaftliche Party-Picknicker Schadt berichtet, wurde er von einem Mitarbeiter der Stadt aufgesucht und zu einem Termin beim Ordnungsamt eingeladen. Durch ausgiebige Recherchen im
Internet, unter anderem in studiVZ-Gruppen und bei MySpace, waren die Bewahrer der öffentlichen Ordnung an Namen und Adresse des Aufrufers gelangt.
Beim Ordnungsamt wurde er dann nach eigener Aussage darüber aufgeklärt, dass jegliche öffentlichen Flashmobs in Braunschweig illegal seien und notfalls verboten und polizeilich aufgelöst würden. Dies gelte auch für einen zukünftigen World Freeze Day, zu dem erst am 1. April auf dem Schlossplatz mehrere Hundert Teilnehmer für fünf Minuten jegliche Bewegung einstellten. Der öffentliche Raum in Braunschweig diene ausschließlich dem Verkehr, also dem Transfer von einem Ort zum anderen.