Dienstag, 28.07.2009 16:31

VZ-Gruppe verspricht: "Deine Daten gehören Dir"

aus dem Bereich Sonstiges
Im sozialen Netzwerk von StudiVZ, SchuelerVZ und MeinVZ sind nach Unternehmensangaben insgesamt 14,7 Millionen Mitglieder registriert. Mitte Juli übten Verbraucherschützer und der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar heftige Kritik an Online-Plattformen wie Facebook, Xing oder Lokalisten wegen ihres teils laxen Umgangs mit dem Datenschutz. Im vergangenen Jahr stand auch die VZ-Gruppe am Pranger und hatte darauf ihre Geschäftsbedingungen überarbeitet. Die VZ-Gruppe will mit dem Start der eigenen Datenschutz-Kampagne "Deine Daten gehören Dir!" nun unter Beweis stellen, dass der Schutz der Mitgliederdaten für sie an erster Stelle steht.

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Manifest zum Datenschutz

Der VZ-Chef hat den Datenschutz denn auch gleich zur Chefsache erklärt. Man strebe Gütesiegel des Landesdatenschutzzentrums Schleswig-Holstein und des TÜV Süd an, sagte Firmenchef Markus Berger-de León am Dienstag in Berlin: "Wir nehmen das Thema wichtig und lassen uns das von außerhalb bestätigen." Alle drei für unterschiedliche Zielgruppen entworfenen VZ-Netzwerke haben zudem ein Manifest zum Schutz der Nutzer von sozialen Netzwerken veröffentlicht. In dem Sicherheitsversprechen wird zum einen anerkannt, dass die persönlichen Daten alleine den Mitgliedern gehören und das Netzwerk diese zu schützen habe. Suchmaschinen wie Google könnten nicht auf Nutzerdaten zugreifen. Zum anderen behält der Nutzer die Transparenz über die Verwendung seiner Daten. Löscht er Daten, so seien sie auch wirklich vom Server verschwunden.

Kein Handel mit Benutzerdaten bei den VZ-Netzwerken


Die VZ-Netzwerke haben eine Datenschutz-Kampagne gestartet.
Bild: StudiVZ.
Die VZ-Gruppe weist darauf hin, dass sie noch nie Nutzerdaten verkauft habe und dies auch in Zukunft nicht beabsichtige. Das strenge deutsche Datenschutzrecht solle außerdem für alle in Deutschland aktiven Online-Netzwerke gelten, unabhängig davon, wo die Server stehen. Schließlich wird auch Wert auf die Einhaltung des Jugendschutzes gelegt. StudiVZ und die beiden Schwester-Netzwerke fordern die Betreiber anderer Online-Plattformen zur Unterstützung für die Aktion auf.

Twitter hält Einzug bei StudiVZ

Für StudiVZ wurden außerdem einige Neuerungen angekündigt. Der Kurznachrichtendienst Twitter wird demnächst in die Plattform integriert. Nutzer können ihre als "Buschfunk" bezeichneten Statusmeldungen per Handy und über den Kurznachrichtendienst Twitter aktualisieren. Umgekehrt lassen sich auch Meldungen aus StudiVZ in den populären Internet-Dienst einspeisen. Für den Versand der SMS fallen Gebühren von 19 Cent an. Bald sollen Nutzer sich außerdem per Kurznachricht über Neuigkeiten in ihrem Netzwerk informieren können, sagte Firmenchef Berger-de León der Deutschen Presse-Agentur dpa. Den Starttermin nannte er nicht.
Jörg Schamberg / Mit Material der dpa
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