Der Mobilfunkanbieter und
DSL-
Provider Vodafone stellt bei seiner Mitte Juli gestarteten neuen Marketingkampagne "
Es ist Deine Zeit" die Generation Upload in den Vordergrund. Die Kampagne und die Instrumentalisierung einiger Blogger wurde bereits kurz nach dem Start
von der sogenannten Blogosphäre heftig kritisiert. Auch die Bezeichnung "Generation Upload" stößt nicht auf Begeisterung. Vodafone will diesem etwas künstlichen Marketingbegriff nun offenbar mit Zahlen aus der Praxis Leben einhauchen. Der Mobilfunkanbieter hat beim Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid eine entsprechende repräsentative Telefon-Umfrage in Auftrag gegeben. Befragt wurden am 21. und 22. Juli 1.001 Personen mit Online-Zugang.
Deutsche sind aktive Uploader
Aktive Mitglieder in einem der
sozialen Netzwerke Facebook, StudiVZ & Co. sind demnach inzwischen 47 Prozent der deutschen Internetnutzer. Bei der jüngeren Generation der 14- bis 29-Jährigen tummeln sich bereits 89 Prozent in den Online-Plattformen. Aber auch immer mehr ältere Anwender finden Gefallen an diesen Netzwerken, 31 Prozent der Befragten zwischen 50 und 59 Jahren sind dort schon registriert. Insgesamt 61 Prozent der Umfrageteilnehmer haben schon Texte, Fotos, Musik oder Filme ins Internet hochgeladen. Für die jüngeren Surfer ist dies quasi Alltag: 80 Prozent laden aktiv Daten ins Netz und fallen damit in die neue Zielgruppe von Vodafone.
Rege Teilnahme an Online-Diskussionen
Durch die aktive Nutzung des Internets hätten laut Emnid 34 Prozent der Internetnutzer mehr reale Kontakte gewinnen können, nur sieben Prozent würden durch das Netz einsamer. Gerade die Jüngeren setzen auf die Knüpfung von Kontakten per Netzwerk. Zugleich beteiligen sich die Deutschen im
Internet häufiger an Diskussionen. An einer Online-Diskussion haben schon 32 Prozent der Befragten teilgenommen, ein Leserbrief an eine Zeitung wurde dagegen erst von 20 Prozent der Umfrageteilnehmer verfasst. Die Deutschen schätzen am Internet zudem insbesondere Erfahrungsberichte von anderen Internetnutzern zu Urlaubsreisen oder Produkten.
E-Mail und
Handy-Telefonate werden mit 51 beziehungsweise 48 Prozent als wichtigste Kommunikationskanäle eingeschätzt. Die
SMS liegt mit 30 Prozent abgeschlagen hinter den sozialen Netzwerken, die 42 Prozent als wichtig oder sehr wichtig einstufen. Bei den Jüngeren zwischen 14 bis 29 Jahren liegen allerdings Handy-Telefonate mit 74 Prozent eindeutig vorne, die SMS folgt mit 59 Prozent.