Nachdem der Branchenverband BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware) die Computerspielmesse unter dem Namen
Gamescom nach Köln verlegt hat, haben die Leipziger Messebetreiber schnell ein neues Konzept entwickelt: Die Messe fokussiert sich jetzt auf Onlinespiele, unschwer zu erkennen an dem erweiterten Namen
Games Convention Online (GCO).
Weniger Besucher erwartet
Messe-Chef Wolfgang Marzin hofft auf 70.000 Besucher. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch rund 203.000 Neugierige, die nach Leipzig strömten. Auch bei den Anbietern ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Statt vormals 547 Aussteller, haben dieses Jahr nur etwa 60 Unternehmen zugesagt. Insgesamt werden zwischen 120 und 150 Spiele in verschiedenen Themenwelten vorgestellt. Einen eigenen Treffpunkt mit Konzerten von Newcomer-Bands und Filmen bekommen die Communities. Die miteinander vernetzten Online-Spieler finden sich zu
Clans oder Gilden zusammen, die sich in Leipzig real treffen können. Der Bereich "Online4Family" richtet sich an Eltern, Pädagogen und Einsteiger. Medienexperten informieren über einzelne Spiele und ihre Alterseignung. Auch Datenschutz im
Internet ist ein Thema.
Rahmenprogramm
Das Rahmenprogramm bilden die Deutschlandfinals der World Cyber Games. Außerdem treffen sich rund 20 Casemodder aus ganz Deutschland zum Wettstreit um kreative Eigenbauten von
PC-
Gehäusen. Der Bereich "Cult & Creation" dokumentiert die Geschichte der Onlinespiele. Eigens dafür wollen der Erfinder der ersten Videospielkonsole, Ralph H. Baer, und der Entwickler des ersten Mehrbenutzer-Onlinespiels, Richard Bartle, nach Leipzig kommen.
Die GCO findet vom 31. Juli bis zum 2. August im Congress Center Leipzig statt, eine Tageskarte für Erwachsene kostet elf Euro.
Drei Tage lang dreht sich in der Leipziger Messehalle alles um Onlinespiele. Bild: gamesconvention.com
Marcel Petritz
/ Mit Material der dpa