
Umdenken, umschalten und flexibel sein: Neben den Fans im Stadion müssen auch die Konsumenten im Fernsehsessel ihre Gewohnheiten in der 47. Bundesliga-Saison ändern. Mehrere Neuerungen, darunter das "Spiel der Woche" am Samstag um 18.30 Uhr als markanteste Änderung, zeichnen die Spielzeit aus. Mit
fünf verschiedenen Anstoßzeiten hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) dem Wunsch des Pay TV-Senders
Sky entsprochen. Die Reform wirkt sich sogar auf die Lotto-Zahlen aus. Die sechs Richtigen werden samstags vom 8. August an erst gegen 22:00 Uhr in der ARD gezogen. In der Sportschau soll bis kurz vor Beginn der Tagesschau der Ball rollen.
Neues Sportschau-Studio
"Das müssen wir abwarten. Voraussagen sind schwer zu treffen, so etwas gab es ja noch nicht", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky zu möglichen Auswirkungen des 18:30 Uhr-Matches auf die zeitgleiche Sportschau. Die Traditionsmarke der ARD war mit mehr als fünf Millionen Zuschauern in der vorigen Saison die meistgesehene Bundesligasendung. Im Ersten wird trotz der Konkurrenz nicht mit einem dramatischen Zuschauerrückgang gerechnet. Die Sportschau erhält ein neues Studio und kann zukünftig außer über Bundesliga und 3. Liga auch von Samstagsspielen der 2. Liga berichten.
Ein Regelspieltag folgt dem Schema (1) + (5+1) + (1+1). Das Freitagsspiel um 20:30 Uhr, fünf Samstag-Spiele um 15:30 Uhr, das neu eingeführte 18.30 Uhr-Match sowie die beiden Sonntag-Begegnungen um 15:30 und 17:30 Uhr werden live vom Bezahlsender Sky (früher Premiere) sowie vom
Telekom-Ableger
Liga Total im sogenannten
IPTV-Fernsehen übertragen.
Allerdings sind wegen Länderspielen und Europa League-Begegnungen mehrfach Abweichungen möglich. Dann wird das Freitagsspiel auf Samstag (15:30 Uhr) oder das "Spiel der Woche" auf Sonntag (17:30 Uhr) verlegt. Nur zwei der ersten fünf Spieltage, die bereits terminiert sind, entsprechen dem neuen Grundschema.