Der
Computer- und
iPhone-Hersteller
Apple trotzt der Wirtschaftskrise weiterhin mit kräftigem Wachstum. Der US-Konzern steigerte im Ende Juni abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal seinen Gewinn um rund 15 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar (844 Millionen Euro). Der Umsatz stieg dank starker iPhone-Verkäufe um fast zwölf Prozent auf mehr als 8,3 Milliarden Dollar, wie Apple am Dienstag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Cupertino mitteilte.
Apple überrascht weiter
Mit seinen Zahlen übertraf der Konzern einmal mehr die Schätzungen der Analysten. Die Prognose für das weitere Geschäft blieb dagegen wie meist hinter den Erwartungen zurück. Für das laufende vierte Geschäftsquartal rechnet Apple mit einem Umsatz von 8,7 bis 8,9 Milliarden Dollar. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 1,18 und 1,23 Dollar liegen.
Neuer iPhone-Boom
Von seinem iPhone-Handy verkaufte Apple zwischen April und Juni 5,2 Millionen Stück - siebenmal soviele wie noch vor einem Jahr. Für einen heftigen Schub hatte das im Juni gestartete neue
iPhone 3G S gesorgt. Zeitweilige Lieferprobleme seien bald behoben, versprach der für das operative Geschäft zuständige Top-Manager Tim Cook. Kurzfristig sei dies nicht möglich, man arbeite aber daran. In den nächsten Monaten soll das Gerät in rund 60 weiteren Ländern auf den Markt kommen.
iPhone kanmibalisiert iPod Touch
Der Musikplayer iPod ging dagegen mit 10,2 Millionen Stück etwas seltener über den Ladentisch als ein Jahr zuvor. Der Erfolg des iPhones, das ebenfalls Musik abspielen kann, geht laut Experten zulasten der iPod-Familie. "Wir gehen davon aus, dass wir mit der Zeit weniger traditionelle MP3-Player verkaufen, weil wir uns mit dem iPod Touch und dem iPhone selbst kannibalisieren", sagte Finanzchef Peter Oppenheimer.
Die Zahl der Mac-Rechner lag bei 2,6 Millionen Stück. Der Absatz von
Laptops stieg um 13 Prozent, bei den stationären Desktop-Rechnern sank er dagegen um rund zehn Prozent.