Das Leben als
soziales Netzwerk ist nicht einfach: Kann man sich eben noch über steigende Besucherzahlen und eine wachsende Community freuen, verlieren die wankelmutigen Vertreter der gerade erst von
Vodafone neu entdeckten "
Generation Upload" plötzlich die Lust an einem und ziehen zur nächsten Attraktion weiter. Da heißt es, immer mal wieder etwas Frisches und möglichst Originelles zu präsentieren, um die Networker bei der Stange zu halten. StudiVZ versucht es nun mit dem Live-Streamen von Konzerten.
Live im Netz und im Archiv
Die Nutzer von studiVZ und meinVZ sollen in Zukunft regelmäßig Konzerte live im
Internet verfolgen können. In Kooperation mit dem Münchner Unternehmen Livedome wurde zu diesem Zweck die Edelgruppe "
Mittendrin statt nicht dabei: Konzerte live im Netz" gegründet. Den Auftakt machte jüngst der Sänger und Gitarrist James Morrisson, spätestens seit seinem Nr.-1-Duett mit Nelly Furtado "Broken Strings" landesweit bekannt.
Über die kommenden Live-Acts wird noch nichts verraten, aber in der Gruppe gibt es auch ein Konzert-Archiv, in dem frühere Auftritte und auch Interviews abgerufen werden können. Im Angebot sind hier unter anderem Selig, Keane und Christina Stürmer. Die Qualität der Live-Mitschnitte ist gut, sie eignen sich aber, wie häufig bei solchen Streams, nicht für den Vollbildmodus.
StudiVZ mit eigenem Player
Livedome hat sich auch bereits in den social Networks wer-kennt-wen, MySpace und Facebook verewigt, beschränkt sich dort jedoch auf ein reines Info-Profil und verweist auf das eigene
Livedome-Portal.
Der externe Livedome-Player von studiVZ/meinVZ zum Konzert von Selig. Screenshot: onlinekosten.de
Das Unternehmen ist spezialisiert auf Live- und On-Demand-Streaming von Konzerten und anderen Veranstaltungen sowie deren Ausstrahlung über Internetportale und andere digitale Kanäle. Mitgründer von Livedome ist die Agentur Wunder Media aus München, seit 2007 ist es ein eigenständiges Unternehmen, in das inzwischen auch der High-Tech Gründerfonds und DuMont Venture investierten.