Die britische Regierung bemüht sich seit langem gegen Musikpiraten im Vereinigten Königreich vorzugehen. Angedacht war auch eine
Internet-Bremse für illegales Filesharing. Downloads über Filesharing-Portale im
Internet sind der Musikindustrie ein Dorn im Auge. Doch eine Studie der Marktforschungsagentur
The Leading Question, die im Januar über 1.000 Musikfans nach ihrer Musiknutzung befragt hatte, zeigt eine Abkehr von illegalen Downloads auf.
Filesharing geht zurück
Demnach ist der Anteil der regelmäßigen Filesharer unter den Befragten von 22 Prozent bei der letzten Umfrage im Dezember 2007 um fast ein Viertel auf 17 Prozent bei der aktuellen Umfrage gesunken. Noch drastischer fiel der Rückgang beim illegalen Filesharing unter den britischen Jugendlichen aus. Hatten Ende 2007 noch 42 Prozent der befragten 14- bis 18-Jährigen angegeben, sich mindestens einmal im Monat Musik über Tauschportale zu besorgen, so ging deren Anteil in diesem Jahr auf 26 Prozent zurück. Insgesamt gesehen ist die Zahl der Musiknutzer, die schon mal Songs per Filesharing bezogen haben, jedoch seit 2007 leicht von 28 auf 31 Prozent gestiegen.
Teenager setzten auf Streams
Die Studie zeigt klar auf, dass der Trend zur Nutzung von Streams über Internetportale wie YouTube, MySpace oder Spotify geht. 65 Prozent der Teenager gaben an, regelmäßig Musik zu streamen. 31 Prozent der 14- bis 18-Jährigen lauschen täglich auf ihrem
Computer einem Webstream. Mehr und mehr Musikfans tauschen gebrannte Musik-CDs untereinander oder senden sich Tracks gegenseitig per Bluetooth zu.