Donnerstag, 09.07.2009 15:44

Cyberwar: Erneute Hacker-Attacke auf Südkorea

aus dem Bereich Sonstiges
Eine massive, tagelange Hackerattacke auf Dutzende Regierungs-Websites in den USA und Südkorea soll nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums auf das Konto Nordkoreas gehen. Das berichteten amerikanische Medien am Donnerstag unter Berufung auf einen Beamten des Pentagons. In Südkorea nahmen Hacker am Donnerstag erneut Regierungsstellen und private Unternehmen ins Visier. Nach Angaben aus Regierungskreisen wurden Internetseiten des Außen- und Verteidigungsministeriums und des Geheimdienstes vorübergehend lahmgelegt oder der Zugang zu ihnen verzögert.

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Keine größeren Schäden durch Hacker

In den USA haben die Hackerangriffe - etwa auf die Websites von Weißem Haus, Verteidigungs- und Außenministerium, aber auch der New Yorker Börse und der Zeitung "Washington Post" - nach Medienberichten bisher keinen größeren Schaden angerichtet. Den Hackern sei es nicht gelungen, die Sicherheitsvorkehrungen der Seiten zu überwinden, hieß es. Daten seien nicht gestohlen oder beschädigt worden. In den meisten Fällen seien die Seiten lediglich für einige Zeit öffentlich nicht zugänglich gewesen, berichtete das "Wall Street Journal".

Die Websites waren einer sogenannten "Distributed Denial of Service"-Attacke ausgesetzt. Dabei bombardieren zahlreiche PCs einen Server mit Anfragen, damit dieser unter Last zusammenbricht und ausfällt (englisch: Denial of Service). Solche konzertierten Angriffe erfolgen häufig über Botnetze - dabei handelt es sich um gekaperte Rechner, die Cyberkriminelle mit Hilfe eingeschleuster Software fernsteuern. Mit der gleichen Methode hatten Angreifer unter anderem im Mai 2007 zahlreiche Websites in Estland lahmgelegt.

Zehntausende Rechner waren an Hackerangriff beteiligt

Im aktuellen Fall waren in den USA nach Angaben des "Wall Street Journal" mehrere Zehntausend Rechner beteiligt, unter anderem in Südkorea, China und Australien. Den Ursprung solcher Attacken zu bestimmen, ist allerdings sehr schwierig. Die Zeitung sprach am Donnerstag von "verhältnismäßig einfach gestrickten Angriffen". In den USA seien auch die Websites des Geheimdienstes National Security Agency, Finanzministerium, Secret Service, der Luftfahrtbehörde FAA und der Handelskommission betroffen gewesen.

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