Schnelles Internet gefällig? Eine breite Anzahl an
Internet-Providern bietet
DSL-Anschlüsse mit bis zu 16 Megabit pro Sekunde im Downstream. Noch schneller geht es mit
T-Home VDSL ins World Wide Web. Übertragungsraten von bis zu 50 Mbit/s (
DSL 50000) werden versprochen. Bisher allerdings nur bei der
Deutschen Telekom. Doch daran wird sich in naher Zukunft etwas ändern. Nachdem am Mittwoch bereits Vodafone eine
Einigung mit der Telekom auf Basis des Bitstream-Zugangs für
Vodafone VDSL verkündet hatte, ging die Telekom am Donnerstag noch einen Schritt weiter. Übereinkunft wurde nach Angaben des Bonner Konzerns auch mit 1&1 für
1&1 VDSL erzielt. Darüber hinaus wurden erste Preise für den Zugang zum VDSL-Netz kommuniziert.
VDSL über das Telekom-Netz
Die Telekom gab bekannt, dass mit Vodafone bereits ein entsprechender Vertrag unterzeichnet worden sei. Mit 1&1 habe man sich auf die grundsätzlichen Fakten geeinigt. Bereits in den nächsten Monaten könnten erste Kunden der beiden
Internetanbieter das Angebot VDSL Double Play nutzen. Während die Telekom bereits in 50 deutschen Städten über ein schnelles VDSL-Glasfasernetz verfügt, schreckten die Wettbewerber bislang vor den hohen Kosten für den Ausbau eigener Netze zurück. Insbesondere Grabungsarbeiten verschlingen sehr viel Geld.
Vorleistungspreise mit Leistungsanreiz
Das nun ausgehandelte VDSL-Vorleistungsangebot der Telekom enthält einen Anreiz für die Wiederverkäufer: Je mehr Kunden für VDSL gewonnen werden können, umso niedriger wird der Vorleistungspreis. Zum Einstieg haben sich die Unternehmen auf Resellerpreise von 25,36 Euro bei 48 Monaten Laufzeit sowie auf 26,28 Euro bei einer zwölfmonatigen Laufzeit geeinigt. Die genannte Laufzeit gilt nicht für Endkunden, sondern bezieht sich auf interne Verträge zwischen Telekom und den VDSL-Resellern. Timotheus Höttges, Finanzvorstand der Deutschen Telekom, sieht die Linie seines Unternehmens bestätigt: "Marktwirtschaftliche Lösungen sind ohne Eingriffe des Regulierers möglich, das beweist diese Einigung. Der attraktive Preis zeigt, dass wir auf unsere Wettbewerber deutlich zugegangen sind".
Die Einigung wurde möglich, nachdem die
Deutsche Telekom ihr VDSL-Netz für Wettbewerber geöffnet hatte. Damit können neben der Telekom auch 1&1 und Vodafone annähernd mit den Angeboten der
Kabelnetzbetreiber gleichziehen. Diese bieten allerdings vereinzelt - wie etwa
Kabel BW mit
CleverKabel 100 - Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde.
VDSL-Ausbau soll auch ohne Regulierung voranschreiten
Die Telekom will den Ausbau des VDSL-Netzes gemeinsam mit Wettbewebern wie Vodafone,
EWE,
M-Net und
NetAachen in 13 deutschen Städten weiter vorantreiben. Zudem laufen auch noch weitere Gespräche. Höttges sieht keinen Zwang zu einem Einschreiten der Regulierungsbehörde. Denn "durch die Regulierung des Netzzugangs alleine wird keine neue Infrastruktur gebaut. Was Deutschland jetzt braucht, ist Mut zu Deregulierung, denn mehr Freiheit schafft neue Wachstumsimpulse für den Breitbandmarkt", so Höttges.
Eine 1&1-Sprecherin bestätigte onlinekosten.de auf Anfrage die Einigung mit der Telekom über die Nutzung der VDSL-Anschlüsse. Weitere Detailangaben zum Vermarktungsstart oder zur Preisgestaltung könnten zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht gemacht werden.