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Internet ist vor allem auch wegen der aktuellen Nachrichten und Meldungen aus aller Welt sehr beliebt. Nahezu jede Zeitung ist mit einer eigenen Webpräsenz im globalen Netz vertreten und stellt den Internetsurfern dort ein breites Informationsangebot kostenlos zur Verfügung. Doch die Zeitungsverlage stecken in der Krise. Sie kämpfen mit wirtschaftlichen Problemen durch massiven Anzeigenschwund durch die Wirtschaftskrise. Ein Teil der Leser wandert zudem ins Internet ab und liest die Meldugen dort ohne zu zahlen. Eine US-Studie hatte es bereits im März deutlich aufgezeigt:
Zeitungen sind out, das Internet ist in. Doch mit den Internetinhalten verdienen renommierte Zeitungen wie die "New York Times" (NYT) bislang kaum Geld. Dies soll sich offenbar nun ändern.
Umfrage: Fünf US-Dollar Monatsgebühr für "NYT" im Netz
Die Zeit der kostenlosen News im Netz könnte schon bald vorbei sein. Das "Handelsblatt" berichtet von einer Umfrage, die die "NYT" in dieser Woche unter den Abonnenten durchgeführt hatte. Demnach prüft das US-Blatt, fünf US-Dollar monatlich für den Zugang zu den Internetartikeln einschließlich
Blogs und Multimediaangeboten zu erheben. Abonnenten der Druckausgabe würden nach dem in der Umfrage entworfenen Modell nur die Hälfte zahlen.
Eine Verlagssprecherin bestätigte entsprechende Überlegungen der "NYT". Diese seien aber noch in einer frühen Phase, Details könne sie noch nicht mitteilen. Zweimal hatte das alteingesessene Verlagshaus bereits Versuche unternommen seine Inhalte im Internet kostenpflichtig anzubieten, jeweils immer nur mit geringem Erfolg. Wenn jedoch die großen Flaggschiffe der Branche vorangehen, so könnte dies schnell Nachahmer bei anderen Verlagen finden.
Auch Rupert Murdoch prüft Bezahlinhalte für sein Zeitungsimperium
Eine rasche Entscheidung für einen Strategiewechsel des alteingesessenen Verlagshauses wäre jedoch angebracht. Etliche US-Zeitungen mussten in den letzten Monaten bereits schließen. Andere Länder wie etwa die Niederlande denken über eine Sondersteuer auf
Internetzugänge nach. Davon sollen die niederländischen Zeitungen profitieren.
Der Trend im Netz geht aber offenbar in Richtung Bezahlinhalte. Im Mai hatte bereits Rupert Murdoch geäußert, dass es
Online-Zeitungen nur noch gegen Bares geben werde. Zum Verlagsimperium von Murdoch, dem Mehrheitsaktionär am neu strukturierten deutschen Pay-TV
Sky, gehören Zeitungen wie das "Wall Street Journal" (WSJ), die Londoner "Times" oder das Boulevardblatt "Sun". Das "WSJ" bietet bereits heute bestimmte Artikel nur für Abonnenten kostenlos an. Murdoch erzielte mit der Webseite der Finanzzeitung auf diese Weise zuletzt einen Jahresumsatz in Höhe von 100 Millionen US-Dollar.