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Vodafone-Kunden können damit schon bald in 50 deutschen Städten mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Internet mit Vodafone VDSL surfen und Musikdateien oder Videos in Höchstgeschwindigkeit aus dem Netz herunterladen. Der Großhandelspreis für die VDSL-Nutzung, den Vodafone an die Telekom abführen muss, liege bei unter 30 Euro je Anschluss, sagte Joussen weiter. Genaue Angaben wollte er nicht machen. Auch die Telekom bestätigte die Einigung.
Der Mobilfunkbetreiber Vodafone, der inzwischen mit der Integration der Arcor-Gruppe ein Komplettanbieter geworden ist und als größter Herausforderer der Telekom gilt, sieht die Einigung mit einem lachenden und weinenden Auge: Für die Kunden ergebe sich der Vorteil, dass sie das schnelle Internet nutzen zu können. Für den Wettbewerb der Infrastrukturen sei der Wiederverkauf jedoch schädlich, betonte Joussen. Das Monopol der Deutschen Telekom werde hierdurch nur zementiert.
Joussen fordert VDSL-Regulierung
Vodafone würde nach Ansicht von Joussen den Ausbau eines eigenen Hochgeschwindigkeitsnetzes vorziehen. "Wir wollen investieren", betonte er. Dies scheitere aber immer noch daran, dass die Telekom ihre Kabelverzweiger (KVZ) nicht für die Konkurrenten öffnen will. "Es fehlt an den passenden Preisen", beklagt der Vodafone-Chef. Daher sei eine Regulierung im VDSL-Bereich dringend notwendig.
Die KVZs verbinden in relativ kurzer Distanz alle Haushalte auf der sogenannten letzten Meile mit einem Telefonanschluss. Rund 80 Prozent dieser Anschlüsse entfallen auf die Telekom. In anderer Richtung wurden sie zum Teil mit Glasfaserleitungen bis zum Hauptverteiler verbunden und damit zu VDSL-Leitungen aufgerüstet.


