Der Online-Dienst StreetView von Google mit Panoramaufnahmen von Straßenzügen deutscher Städte lässt aufgrund datenschutzrechtlicher Probleme noch einige Zeit auf sich warten, da meldet das deutsche Unternehmen Panogate mit dem Projekt sightwalk für zumindest die ersten drei Großstädte Vollzug.
Düsseldorf, Köln und München
Ähnlich wie bei Google kann der Benutzer auf
sightwalk.de Städte als 360-Grad-Panoramaaufnahme virtuell durchwandern. Hier stehen zunächst Düsseldorf, Köln und München zur Verfügung, noch dieses Jahr sollen Berlin, Bonn und Hamburg folgen. Anders als beim Angebot des Suchmaschinenriesen könnten bei sightwalk aber neben Autostraßen auch Fußgängerzonen und Parks über das
Internet erkundet werden.
In den Panoramabildern, die allesamt nur bei sonnigem Wetter aufgenommen worden sein sollen, sind Informationen über Geschäfte, Wikipedia-Einträge und historische Stadtansichten eingebettet. Zusätzlich wird mit regionalen Partnern wie koeln.de oder dem Rheinische Bildarchiv zusammengearbeitet. Auch lokale Suchergebnisse wie der nächste Briefkasten oder Geldautomaten sollen zu finden sein.
Zusatzinformationen zum Shoppen
Auf sightwalk vertretene Unternehmen werden durch ein anklickbares Symbol gekennzeichnet, über das eine sogenannte grafische Visitenkarte mit Öffnungszeiten und Kontaktdaten geöffnet werden kann. Zudem können Geschäfte interaktive Panorama-Innenansichten anbieten, um auch ihre Räumlichkeiten virtuell begehbar zu machen, inklusive Einbindung eines Online-Shops.
Einfache Navigation mit Stadtplan
Die Navigation durch die Panoramaansichten erfolgt über die Maus. Je nachdem wie weit die Maus nach oben gezogen wird, sind Sprünge zwischen zehn und 100 Metern möglich. Der Nutzer kann sich jederzeit komplette 360 Grad umschauen, um dann entscheiden zu können, in welche Richtung es weiter gehen soll. Der aktuelle Standpunkt sowie die Richtung werden für eine bessere Orientierung auf einer OpenStreet-Map rechts neben dem Panoramabild angezeigt. Ein Klick in diese Karte und das Panorama wechselt direkt zu diesem Standpunkt, sofern er auch erfasst wurde.
Wer sich als Nutzer registriert, kann die Stadtansichten zusätzlich um persönliche Informationen und Bilder ergänzen, die dann als kleine Symbole in den Panoramen angezeigt werden.
Ein Blick via sightwalk.de auf den Odeonsplatz in München. Bild: sightwalk
Um den aktuellen Datenschutzbestimmungen gerecht zu werden, wurden Gesichter, KFZ-Kennzeichen und auch Hausnummern auf allen Bildern unkenntlich gemacht. Angesichts der Probleme, die
Google mit dem Projekt StreetView in Sachen Datenschutz hat, muss sich noch zeigen, ob diese Maßnahmen tatsächlich ausreichen.