Neues Handy gefällig? Fast schon zwangsläufig stellt man sich die Frage, ob es denn ein neues Touchscreen-Handy sein darf. Der Erfolg des
iPhone von Apple hat viele Wettbewerber auf den Plan gerufen, ebenfalls mit
Handys an den Start zu gehen, die fast ausschließlich über den Bildschirm bedient werden - auch
LG. Schon auf dem Mobile World Congress 2009 im Februar wurde in diesem Zusammenhang das Modell
KM900 vorgestellt, das auf den Namen "Arena" getauft wurde. Unsere Redaktion hat sich das Handy im Langzeit-Test über zwei Monate ganz genau angeschaut und festgestellt, dass ein gutes Handy allein nicht ausreicht, um zu überzeugen.
Der erste Eindruck
Frisch ausgepackt, überzeugt das Arena-Telefon durch seine schlichte, elegante Silber-Optik. Elemente aus Aluminium, gebürstetem Edelstahl und Kunststoff gehen fast lückenlos ineinander über. Weil ein Touchscreen-Handy aber ein großes Display benötigt, fallen die Abmessungen nicht gerade handlich aus. Immerhin 106 Millimeter sind es in der Länge und 55 Millimeter in der Breite. Hinzu kommen knapp zwölf Millimeter Tiefe. Zum Vergleich: Apples neues
iPhone 3G S ist noch ein bisschen sperriger und kommt auf Abmessungen von 116x62x12 Millimeter. Und auch in puncto Gewicht gilt: Federgewichte sehen anders aus. Das LG Arena bringt immerhin 105 Gramm auf die Waage, das iPhone sogar 135 Gramm.
LG Arena mit 3D-Würfel-Menüführung. Bild: LG
Neu: S-Class Menüführung
Herzstück des Arena-Handys ist die neuartige S-Class-Menüführung. Sie bietet über eine 3D-Würfel-Ansicht Platz für mehr Menüpunkte als man es bisher von Smartphones gewohnt ist. Das hat allerdings auch Auswirkungen auf die Übersichtlichkeit. Zwar finden sich Arena-Nutzer mit der Zeit gut in den zahlreichen Menü-Unterpunkten zurecht, man muss aber wirklich bereit sein, sich mit den vielen kleinen Menü-Icons auseinanderzusetzen, um das Telefon mit all seinen Facetten so richtig ausnutzen zu können. Und hier taucht auch schon das erste Problem auf: technisch weniger versierte Nutzer dürften dabei schnell an ihre Grenzen stoßen.
Hat man sich aber erst einmal an die Menüführung gewöhnt, macht die Bedienung des Telefons durchaus Spaß. Auch, weil der drei Zoll große Bildschirm sich als erfreulich reaktionsschnell erweist. Darstellen kann das TFT-Display satte 262.000 Farben. Das reicht absolut aus, auch wenn die 16 Millionen Farben vieler Displays in
Nokia-Handys nicht erreicht werden.
SMS-Fans werden allerdings fluchen. An ein richtig zügiges Schreiben ist über die virtuelle QWERTZ-Tastatur nicht zu denken. Zu häufig landen die Finger auf einem benachbarten Buchstaben und Korrekturen sind notwendig. Eine zusätzliche, echte physische Tastatur bietet das LG Arena nicht.