Ein neuer Atlas im
Internet zeigt die Versorgung mit
Breitbandanschlüssen in Deutschland und weist zahlreiche weiße Flecken aus: Lücken im Angebot von Anschlüssen mit eine Übertragungsrate von mindestens einem Megabit pro Sekunde gibt es unter anderem im Norden von Sachsen-Anhalt, in Mecklenburg-Vorpommern und in Rheinland-Pfalz.
Info: www.breitbandatlas.de
Nach den Worten von Wirtschaftsminister Karl- Theodor zu Guttenberg (CSU) sollen Breitbandanschlüsse von Ende 2010 an für alle Haushalte verfügbar sein. Bislang beträgt die Versorgungsrate rund 93 Prozent. Wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte, ist der Atlas unter
www.breitbandatlas.de abrufbar.
Nach den Plänen der Bundesregierung sollen drei Viertel der Haushalte
bis 2014 über besonders leistungsfähige Verbindungen von mindestens
50 Megabit pro Sekunde ins Internet gehen können. Dazu sollen auch Funkfrequenzen genutzt werden, die mit der Digitalisierung des Rundfunks und Fernsehens (
digitale Dividende) freiwurden. Guttenberg sagte, die Versorgungslücken ließen sich nur kurzfristig schließen, wenn insbesondere auch Funklösungen genutzt würden. Nach Schätzungen sind zurzeit rund fünf Millionen Bundesbürger noch vom schnellen Internet abgeschnitten, vor allem auf dem Land.
Hayo Lücke
/ dpa