Fast 70 Prozent der Deutschen nutzen nach einer repräsentativen Umfrage inzwischen das
Internet. Damit sind in Deutschland rund vier Prozent mehr Menschen "online" als im Jahr 2008, teilte die Initiative D21 am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung des
(N)ONLINER Atlas 2009 mit.
Der Osten surft weniger
Den Spitzenplatz belegt Bremen mit 74,2 Prozent und verdrängt Berlin mit 73,3 Prozent auf Platz zwei. Auch Hamburg liegt mit 72,3 Prozent in der Spitzengruppe. Neben den drei Stadtstaaten haben zudem Baden-Württemberg mit 72,6 Prozent und Hessen mit 71 Prozent bei der Internet-Nutzung die Nase vorn. Die deutschen Schlusslichter sind Thüringen mit 62,6 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern mit 61,9 Prozent und Sachsen-Anhalt mit 60,7 Prozent, heißt es im (N)Onliner-Atlas. Obwohl alle Bundesländer im Vergleich zum Vorjahr Zuwächse erzielen konnten, öffnet sich die Schere zwischen Ost und West hier immer weiter.
In Europa nimmt Deutschland mit diesen Werten einen Mittelplatz ein. Spitzenreiter bleibt Island mit 90 Prozent Internet-Nutzern. In der EU liegen Schweden (88 Prozent) und die Niederlande (87 Prozent) vorn. Dagegen gibt es in Rumänien nur 29 Prozent "Onliner", in Bulgarien sind es 35 Prozent, in Griechenland 38 Prozent.
Obwohl alle Bundesländer zulegen konnten, öffnet sich die Schere zwischen Ost und West weiter.
Tabelle: (N)ONLINER Atlas 2009