Das
Internet bietet vielfältige Möglichkeiten: Sei es Online-Shopping,
Games oder
soziale Netzwerke. Etliche Internetseiten erfordern vor der Nutzung aber auch eine Registrierung. Fast jeder fünfte gibt hier aber nicht seine korrekten persönlichen Daten an, wie die aktuelle W3B-Studie des Beratungsdienstleisters Fittkau und Maaß zeigt.
Angst vor Datenmissbrauch
Demnach ist die Nutzung von Pseudonymen im Internet weit verbreitet. So gaben 27 Prozent der Nutzer an, im Netz fast immer unter falschem Namen unterwegs zu sein. Eine Mehrheit von 56 Prozent der befragten 121.233 deutschsprachigen Internet-Nutzer begründete dies mit der Furcht vor dem Missbrauch persönlicher Daten beim Surfen im Netz. Mehr Angst vor einem Datenmissbrauch zeigten gerade die interneterfahrenen Nutzer: 59 Prozent von diesen äußerten Datenschutzbedenken, aber nur 46 Prozent der Internet-Neulinge. Rund 66 Prozent der Befragten möchten aber vor allem das E-Mail-Postfach von unerwünschter Werbung freihalten und nehmen es daher bei Registrierungen mit der Wahrheit nicht immer so genau. Der Branchenverband BITKOM hatte die
unzureichenden Datenschutzgesetze für das Internet bereits am Anfang des Jahres angeprangert.
Gesammelte Daten wertlos für Unternehmen?
Für Unternehmen, die ihr Geschäft über das Internet abwickeln, ist die weitverbreitete Skepsis vor einem wirklich korrekten Umgang mit den Daten kontraproduktiv. Einerseits ermöglichen immer umfangreichere Registrierungsformulare die Sammlung von detaillierten Angaben zu den Internetkunden und machen sie so zum gläsernen Surfer. Andererseits darf der reale Nutzen der gesammelten Daten bezweifelt werden, wenn ein Großteil davon nicht der Wahrheit entspricht.
27 Prozent der befragten Internetnutzer sind per Pseudonym im Netz unterwegs. Grafik: fittkaumaass.de
Jörg Schamberg