Der Polizei im Schweizer Kanton Waadt ist ein Schlag gegen ein internationales Netz von Pädophilen gelungen. Sie machte 2.299
Computer-Adressen in 78 Ländern ausfindig. Alle waren ans
Internet angeschlossen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sie bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Die Spezialisten für Cyberkriminalität arbeiteten während mehrerer Wochen unablässig an dem Fall, wie es hieß.
Lücke ausgenutzt
Interpol hatte die Polizei darauf hingewiesen, dass auf einer Internetseite in ihrer Region Dateien mit kinderpornografischen Inhalten versteckt seien. Tausende Pädophile aus aller Welt hatten Zugang zu den Dokumenten. Die Täter, die aus osteuropäischen Staaten stammen, nutzten eine Sicherheitslücke der Internetseite aus, um ihre Dateien zu platzieren.
Die Polizei musste nach eigenen Angaben schnell handeln. In einigen Ländern bewahren
Internet-Provider Angaben von sogenannten IP-Adressen, mit der man Computer identifizieren kann, nur während einiger Wochen oder einiger Monate auf.
Nach Schweizer Medienberichten verhaftete die Polizei in Polen 31 Männer, in Griechenland schlugen die Ermittler ebenfalls zu. In den USA warte ein geständiger Lehrer aus Boston im Gefängnis auf seine Verurteilung. In der Schweiz sollen im bisher größten Fall von Kinderpornografie des Landes 32 Männer unter Verdacht stehen.