Wer beim Autofahren telefoniert, begibt sich in Gefahr. Dies geht aus einem Simulatortest hervor, den das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) im Rahmen des Wissenschaftssommers 2009 in Saarbrücken durchführte. Dieses Ergebnis unterstreicht Studienergebnisse aus den USA.
Gefahr durch Handynutzung
Die Reaktionszeiten werden durch das Telefonieren beim Autofahren stark beeinflusst. Dabei hilft auch eine Freisprecheinrichtung nur bedingt, das Geschehen auf der Straße mit voller Reaktionskraft zu verfolgen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Test, den das IZMF kürzlich Hand in Hand mit der Landesverkehrswacht Saarland durchführte.
Jeder der rund 200 Teilnehmer fuhr eine identische Strecke zwei mal hintereinander ab - einmal mit, einmal ohne aktivierter Freisprecheinrichtung und aktivem Telefonat. Während des Streckenverlaufs musste auf plötzlich eintretende Ereignisse reagiert werden. Dabei werteten die Forscher Entfernung, Bremszeit und Kollisionsweg aus und kamen bei fast allen Teilnehmern zu dem Ergebnis, dass sich die Werte bei gleichzeitigem Telefonat verschlechterten.
Strenges Verbot in Deutschland
Hierzulande ist das Telefonieren während der Autofahrt nur mit einer Freisprecheinrichtung erlaubt. Experten raten, Gespräche im Auto kurz zu halten. Wer mit Handy am Ohr erwischt wird, muss mit 40 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Auch das Tippen und Lesen von
SMS ist bei laufendem Motor verboten. Wer zur Handynutzung am Straßenrand stoppt, sollte also sichergehen, den Motor abzustellen. Andernfalls besteht die Gefahr, trotz guten Willens abgestraft zu werden.
Michael Müller