Wichtig für Sparfüchse zudem: Vor der Abreise die Mobilbox ausschalten, um nicht zweimal zur Kasse gebeten zu werden. Grundsätzlich gilt: Wer wenig telefoniert, fährt mit den von der EU verordneten Preisen besser.
Mobilfunker unzufrieden
Zum Leidwesen der Betreiber, die auf üppige Einnahmen verzichten müssen. Vodafone, T-Mobile & Co halten die Eingriffe der Brüsseler Behörde ohnehin für falsch. "Wir glauben, die EU-Regelung ist nicht notwendig", sagt ein Vodafone-Sprecher. Die Betreiber beteuern, dass durch durch die Eingriffe der Wettbewerb nicht mehr richtig funktioniere. "Alle warten jetzt ab, wie die nächsten Schritte aussehen". Tatsächlich hätte die Industrie aber aus Eigeninitiative aber wohl kaum so hart an der Preisschraube gedreht, wie Reding es tut. Es geht um viel Geld.
Die EU-Kommission schätzt das Einsparvolumen im Roaming auf mehrere Milliarden Euro. Für die kommenden Jahre sind weitere Preisabschläge vorgesehen. "Die Roaming-Gebühren müssen um zwei Drittel sinken", fordert Reding. Schon seit Jahren sind ihr die hohen Preise im europäischen
Mobilfunk ein Dorn im Auge. Die Medienkommissarin will in der Telekommunikation den Binnenmarkt voranbringen. Im Prinzip sollten Handy-Gespräche von einem EU-Land in das andere nicht teurer sein, als Mobilfunktelefonate im Inland. Und für eingehende Anrufe sollten die Betreiber eigentlich gar nicht mehr kassieren.
Einen Überblick zu den Roaming-Entgelten im so genannten
Eurotarif haben wir auf einer Hintergrundseite zusammengefasst. Dort sind auch schon die Preise für die festgelegten Gebührensenkungen in den Jahren 2010 und 2011 berücksichtigt.
Hayo Lücke
/ dpa