Ein Foto, eine
SMS, ein Telefonat vom Urlaubsort an die Lieben daheim - das Handy gehört in diesen Tagen wieder zu den wichtigsten Reiseutensilien. Und in diesem Jahr dürfen sich die Urlauber richtig freuen: Die EU-Kommissarin Viviane Reding hat den Betreibern bei den sogenannten
Roaming-Tarifen, also den Preisen für das Telefonieren vom Urlaubsort nach Hause, einmal richtig auf die Finger geklopft. Ab sofort werden mobile Gespräche aus dem EU-Ausland deutlich günstiger. Vor allem bei den beliebten SMS können die Verbraucher die Urlaubskasse schonen.
Preise fallen
Anfang Juni hatte die Brüsseler Behörde beschlossen, die
Handy-Auslandstarife zu senken: auf gut 51 Cent je Minute für abgehende und gut 22 Cent für eingehende Gespräche. Das sind Abschläge von sieben beziehungsweise elf Prozent. Außerdem neu: die Gespräche müssen nach den ersten 30 Sekunden sekundengenau abgerechnet werden. Bei SMS legte Reding den Mobilfunkkonzernen die sprudelnden Erlösquellen richtig trocken.
SMS günstiger
Bei Höchstpreisen von 13 Cent je SMS kann eine Textnachricht von Spanien nach Deutschland heute sogar günstiger sein, als von Köln nach Bonn. Die SMS-Preise liegen derzeit im EU-Schnitt noch bei 29 Cent, in einigen Ländern verlangen die Betreiber sogar bis zu 80 Cent. Wer im Inland keine SMS-Pakete gebucht hat, zahlt zum Beispiel bei
Vodafone noch 19 Cent pro Stück.
Verbraucherschützer warnen indes vor Kostenfallen beim Roaming. Um die Einnahmeausfälle zu begrenzen, versuchen die Handy-Betreiber die Nutzer mit speziellen Reiseangeboten zu ködern - mit klingenden Namen wie
T-Mobile Relax Holiday 30, Vodafone Reiseversprechen,
E-Plus Reisevorteil-Plus oder
o2 International Roaming. Wer solche Pakete bucht, für den gelten die neu festgelegten Preisobergrenzen der EU-Kommission nämlich nicht. Zum Teil sind die Pakete, je nach Betreiber und Tarif, sogar voreingestellt und müssen vom Kunden erst gekündigt werden.