Der Smartphone-Spezialist Palm ist nach einem erneut heftigen Umsatzeinbruch nochmals tiefer in die roten Zahlen gestürzt. Alle Hoffnungen des US-Herstellers richten sich nun auf das gerade in den USA gestartete neue Modell
Palm Pre, das als einer der stärksten Herausforderer des Apple-Erfolgshandys
iPhone gilt. Immerhin fielen die jüngsten Quartalszahlen nicht ganz so schlecht aus wie von Experten befürchtet.
Hoher Verlust
Unter dem Strich stand bei Palm im Ende Mai abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal ein Minus von 105 Millionen Dollar nach einem Verlust von 43 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz stürzte um 70 Prozent auf 87 Millionen Dollar (62 Millionen Euro) ab, wie Palm am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Sunnyvale (Kalifornien) mitteilte.
Mit seinen um Sondereffekte bereinigten Zahlen übertraf Palm jedoch die Erwartungen des Marktes. Die Aktie legte in einer ersten nachbörslichen Reaktion deutlich zu. Der einstige Taschencomputer-Pionier Palm war in den vergangenen Jahren bei High-Tech-Telefonen eher erfolglos und verlor massiv Marktanteile an die Konkurrenz.
Der Start des Palm Pre sei ein bedeutender Meilenstein für den Wandel des Konzerns, sagte der neue Chef Jon Rubinstein. "Wir sind nun wieder offiziell im Rennen." Die Nachfrage nach dem neuen Modell sei stark und steige.
Verkaufszahlen nannte Rubinstein nicht. Analysten schätzen den Absatz des Pre, der erst nach dem vergangenen Geschäftsquartal auf den Markt kam, bisher auf rund 150.000 Stück. Apple verkaufte dagegen gerade von der neuesten iPhone-Generation allein am Startwochenende mehr als eine Million Geräte.
Hayo Lücke
/ dpa