Der Chiphersteller Intel und der Handybauer
Nokia wollen gemeinsam eine neue mobile Geräteklasse für das
Internet entwickeln. Die beiden in ihren Märkten führenden Unternehmen kündigten dafür am Dienstag im kalifornischen Santa Clara eine "strategische Partnerschaft" an.
Neue Linux-Endgeräte
Dabei sei auch geplant, das offene Betriebssystem Linux für mobile Geräte weiterzuentwickeln. Intel ist Marktführer bei Prozessoren für
PCs,
Notebooks und
Server, konnte sich im Segment der Handy-Chips bislang aber nicht behaupten.
Die beiden Unternehmen wollen eine neue Plattform "jenseits der heutigen Smartphones und Notebooks" entwickeln, sagte Intel-Manager Rod O'Shea der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Geräte sollen auf Intel-Technologie basieren. Details zu den Produkten und dem Marktstart nannten die Unternehmen nicht. Im Rahmen der Vereinbarung erwirbt Intel zudem von Nokia die Nutzungsrechte für
HSDPA-Technologie zur Datenübertragung, die auf
UMTS - dem Mobilfunkstandard der dritten Generation - basiert.
Konkurrenz für iPhone-Prozessoren
Intel ist bei Prozessoren für PCs, Notebooks und Server die unangefochtene Nummer eins. Bei Mobiltelefonen dominieren jedoch Prozessoren des britische Chipkonstrukteurs ARM, der beispielsweise auch das Herz des
iPhone von Apple liefert. 2006 verkaufte Intel sogar seine damalige Mobilfunksparte. Vor einem Jahr kündigte Intel- Chef Paul Otellini den Wiedereinstieg in das rasant wachsende Geschäft an.
Hayo Lücke
/ dpa