Das
Online-Netzwerk MySpace will seine Belegschaft außerhalb der USA radikal verkleinern. Zwei Drittel der bisher 450 Stellen sollen wegfallen, kündigte das Unternehmen aus dem kalifornischen Beverly Hills am Dienstag an.
Zehn Büros werden überprüft
Künftig will MySpace sich auf die Standorte Berlin, London und Sydney konzentrieren. Die Büros in zehn anderen Ländern würden "überprüft".
Das Ziel, möglichst viele internationale Märkte zu erschließen, habe zur Eröffnung von "zu vielen Büros in der ganzen Welt" geführt, erklärte Firmenchef Owen Van Natta in einer internen E-Mail an die Mitarbeiter, die das Fachblog TechCrunch veröffentlicht hat. Dies habe zu "Ineffizienzen" geführt. In Deutschland, Großbritannien und Australien habe MySpace dagegen viele Nutzer und Hoffnung auf neue Geschäftspartnerschaften, begründete er die Konzentration auf die drei Standorte.
400 Entlassungen in den USA
Vergangene Woche hatte die Tochterfirma des Medienkonzerns News Corp. des Milliardärs Rupert Murdoch bereits angekündigt, im Heimatmarkt USA die Zahl der
Arbeitsplätze von gut 1.400 auf 1.000 zu senken. Das Unternehmen ist zunehmender Konkurrenz ausgesetzt und leidet unter dem Einbruch des Werbemarktes durch die Wirtschaftskrise.
Michael Posdziech
/ dpa