Der Kurznachrichtendienst Twitter ist derzeit wieder in aller Munde. Im Iran nutzt die Opposition nach der umstrittenen Präsidentenwahl den Internetdienst als Sprachrohr nach außen. Daher sehen die
USA Twitter als wichtig für die Kommunikation im Iran an. Doch Twitter wird immer wieder auch für Phishing- und Hacker-Attacken genutzt. Anfang des Jahres hatte Twitter mit einer ganzen Welle von Phising-Angriffen zu kämpfen, sogar Präsident
Obamas Twitter-Account wurde geknackt.
Wurm versteckt sich in Zip-Datei
Aktuell warnt der Sicherheitsspezialist Symantec vor falschen Twitter-Einladungen. Die Experten des Anbieters von Sicherheitssoftware waren beim Nachverfolgen der
Phishing-Attacken auf mit dem Wurm W32.Ackantta.B@mm infizierte Einladungen gestoßen. Die gefälschten Twitter-Nachrichten enthalten nicht wie üblich eine Einladungs-URL im Text, sondern haben stattdessen einen Anhang namens "Invitation Card.zip". In dieser Datei verbirgt sich der Schadcode. Der Wurm erfasst gespeicherte E-Mail-Adressen des infizierten
Computers und verbreitet sich auf diese Art per
Internet weiter. Außerdem findet der Wurm seinen Weg auf Speichermedien und Ordner. Wer also eine solche manipulierte Nachricht erhält, sollte den Anhang nicht öffnen und die Nachricht direkt löschen.
Aufgrund der Beliebtheit von Twitter und eines
Spam-Anteils von rund 90 Prozent an den E-Mails geht Symantec davon aus, dass Spamer immer häufiger auch den Kurznachrichtendienst und andere
soziale Netzwerke für ihre Attacken nutzen werden.
Gefälschte Twitter-Nachrichten verbreiten einen Wurm per Anhang "Invitation Card.zip". Bild: Symantec.