Die
Mobilfunk-Anbieter sind auf die Errichtung von Basisstationen in gewissen Abständen angewiesen, um die Funktionsfähigkeit ihrer Netze zu garantieren. Gerade in sensiblen, dicht besiedelten Gebieten wie den Innenstädten, kommt es aber immer wieder auch zu Protesten der Anwohner. Herkömmliche Basisstationen sind kein schöner Anblick und fügen sich nur schlecht in das Stadtbild ein. Eine von Ericsson neu entwickelte Basisstation kommt in einem neuen Look daher.
Schnellerer Aufbau möglich
Die vom skandinavischen Architekten Thomas Sandell gestaltete "Ericsson Capsule Site" präsentiert sich als kompakte, schmale Säule. Das Innenleben der aus Verbundstoff bestehenden Stationsabdeckung enthält die komplette Technik. Vorteil beim Aufbau: die Installation soll um bis zu 50 Prozent schneller möglich sein; binnen eines Tages, sagt Ericsson.
Einführung von mobilen Breitbanddiensten wird forciert
Schmale Basisstation für Innenstädte. Bild: Ericsson.
Die Kosten der 800 Kilogramm schweren Basisstation reduzieren sich dadurch um bis zu 30 Prozent. Von der neuen Technik erhofft sich Ericsson außerdem eine größere Akzeptanz, die Markteinführung von mobilen
Breitband-Technologien solle damit schneller durchgeführt werden können. Die erste "Ericsson Capsule Site" wurde am 17. Juni 2009 beim Volvo Ocean Race-Zwischenstopp in Stockholm vorgestellt.
Im Herbst des vergangenen Jahres hatte Ericsson auch ein Konzept für eine
mit Windenergie betriebene Mobilfunk-Basisstation präsentiert. In einem Forschungsprojekt wurde eine Basisstation dazu mit einer Windturbine versehen.