Der Streit um mangelnden Datenschutz bei dem neuen Google-Online-Dienst
"Street View" in Deutschland ist beigelegt. Der kalifornische
Internet-Konzern habe die an ihn gestellten Forderungen akzeptiert, teilte der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar am Mittwoch mit.
Google macht "Rohdaten unkenntlich"
"Google hat rechtzeitig die Gelegenheit genutzt und ist auf unseren Kompromissvorschlag in allen Punkten eingegangen", sagte Caspar. Damit wird die
Vorgehensweise beim Filmen von Straßenzügen für "Street View" in wichtigen Punkten verändert.
Google werde künftig bei allen Aufnahmen von Personen, Grundstücken oder Autos, gegen die Widerspruch eingelegt wird, in einer bestimmten Frist auch die Rohdaten unkenntlich machen, heißt es in der Mitteilung.
Die Datenschützer hätten zudem durchgesetzt, dass Betroffene auch schon vor der Veröffentlichung der Bilder Widerspruch einlegen können.
Man habe sich auf eine Frist von rund zwei Monaten geeinigt, innerhalb der Google bei rechtzeitigem Widerspruch reagieren werde, erläuterte Referatsleiterin Helga Naujok. Geht das Veto nach der Veröffentlichung ein, erfolge die Löschung oder Unkenntlichmachung sofort.
Mit "Rohdaten" sind die Originalaufnahmen der Kameras gemeint. In der Web-Ansicht werden Gesichter und Kfz-Schilder ohnehin mit Hilfe einer Software automatisch unkenntlich gemacht.