In Zeiten der Krise schlägt der Bundesliga-Sender Premiere einen ungewöhnlichen Weg ein. Der Pay TV-Anbieter ändert zum 4. Juli seinen Namen in
Sky und erhöht für neue Abonnenten die Preise der Fußball-Übertragungen. Statt
19,99 Euro für das Einstiegspaket bei Premiere müssen neue Sky-Kunden 32,90 Euro im Monat zahlen. Dafür erhalten sie das
Basis-Paket Sky Welt mit 20 Sendern und können alle 612 Spiele der Bundesliga und 2. Liga live sehen. Bereits bestehende Premiere-Verträge behalten bis zum Ende der Vertragslaufzeit aber ihre Gültigkeit, betonte Premiere-Sprecher Torsten Fricke.
Liga Total als Konkurrenz
Normalerweise lockt man neue Kunden, indem man die Preise senkt. Doch Deutschlands größter Bezahlsender wählt eine andere Strategie und verspürt dabei erstmals Konkurrenz auf dem Pay TV-Sektor. Der neue Bundesliga-Sender
Liga Total wird über
T-Home Entertain, das
IPTV-Angebot der
Deutschen Telekom, verbreitet und zeigt ebenfalls alle Punktspiele live. Liga Total wirbt mit Moderator Johannes B. Kerner, stellt ein eigenes Reporter-Team auf die Beine und kostet inklusive des Entertain-Anschlusses (Festnetz und
Internet) monatlich 59,90 Euro.
Mehr Live-Spiele = höhere Preise
"Die Fußballfans haben erstmals die Möglichkeit, fünf Partien eines Bundesliga-Spieltags in voller Länge zu verfolgen. Das ist eine neue Dimension und schafft einen Mehrwert", erläuterte Fricke die umstrittene Preispolitik von Sky. Sie basiert auf einem Modell, das Premiere-Anteilseigner Rupert Murdoch bereits in Italien und Großbritannien praktiziert. Neben Sky Welt (16,90 Euro) können Abonnenten die Pakete Sky Bundesliga, Sky Sport (mit Champions League und Formel 1) und Sky Film dazukaufen. Das komplette Angebot kostet
54,90 Euro im Monat.