Entgegen früherer Unkenrufe macht regelmäßiger Internetkonsum keinesfalls nur einsam. Eine neue Studie der Marktforschungsgesellschaft webmarkets-today bestätigt nun das, was der tägliche Internetsurfer bereits vorher ahnte. Die Nutzung des weltweiten Datennetzes dient immer häufiger zur Pflege von Kontakten in
sozialen Netzwerken - auch in Deutschland.
Ein Viertel aller Seitenabrufe
Neben Facebook, StudiVZ oder Wer-kennt-Wen wurden bei der Untersuchung knapp 220 weitere in Deutschland aktive Freundschaftsportale berücksichtigt und mit ihren Marktanteilen bei den Seitenabrufen erfasst. Das Ergebnis: Von laut Google hierzulande monatlich 140 Milliarden Seitenabrufen entfallen knapp ein Viertel auf soziale Netzwerke. Rund 33 Milliarden Abrufe im
Internet werden demnach jeden Monat allein durch Facebook und Co. in Deutschland generiert.
Trotz der hohen Nutzerzahl bleibt der bisherige Anteil sozialer Netzwerke an den Werbeeinahmen jedoch eher gering. Bei einem Netto-Werbevolumen im Online-Segment von 2,2 Milliarden Euro jährlich entfallen derzeit 754 Millionen Euro auf klassische Onlinewerbung und 1,476 Millionen Euro auf Suchwortvermarktung. Webmarkets-today beziffert das ungenutzte Werbepotential sozialer Netzwerke auf rund 520 Millionen Euro im Jahr.
Christian Wolf