Die
Deutsche Telekom verhandelt weiter mit Konkurrenten über die Öffnung ihres schnellen
VDSL-Netzes. "Die Gespräche verlaufen konstruktiv", sagte ein Telekom-Sprecher am Montag auf Anfrage. "Wir rechnen mit einem Vertragsabschluss noch im Sommer."
Gestaffelte Nutzungspreise
Auf der Computermesse
CeBIT im März hatte die Telekom angekündigt, dass Wettbewerber
künftig das auf Glasfaser basierende DSL-Netz für Telefon- und Internetanschlüsse nutzen können. Der Einstiegspreis sollte den Angaben zufolge bei etwa 30 Euro pro Anschluss im Monat liegen und sinken, je mehr Kunden für das Netz gewonnen werden. Konkurrenten wie
Vodafone und die
1&1-Mutter United Internet hatten schnell Interesse angemeldet.
Das ebenfalls auf der CeBIT angekündigte eigene
VDSL-"Double-Play"-Angebot ohne IPTV soll Mitte Juni an den Start gehen. Es beinhaltet nur Telefon- und Internetanschluss. Bislang können Telekom-Kunden das auf Glasfaser basierende schnelle VDSL-Netz der Telekom nur nutzen, wenn sie das "Triple-Play-Angebot" buchen, das neben Internet und Telefon auch Fernsehen beinhaltet.
VATM sieht kaum Fortschritte
Die Verhandlungen mit der Konkurrenz entwickeln sich derweil unterschiedlich. Während ein Vodafone-Sprecher den Fortgang der Gespräche bestätigte, scheinen die Verhandlungen bei anderen Wettbewerbern weniger reibungslos zu laufen: "Seit der CeBIT im März ist nichts mehr passiert", sagte Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Branchenverbands VATM, in dem sich ein Großteil der Telekom- Konkurrenz zusammengeschlossen hat. Mehrfach seien Termine verschoben worden. Das Interesse der Wettbewerber sei aber ungebrochen. Die Telekom bietet VDSL bislang in mehr als 50 deutschen Städten an.