Fußballspiele ausschließlich mit den Ohren und der eigenen Phantasie zu verfolgen ist schon etwas Besonderes. Auch ist es eine Kunst, den schnellen Ballsport als Reporter möglichst in Echtzeit in Worte zu fassen, sodass die Zuhörer das Geschehen hautnah miterleben. Seit rund einem Jahr ist der Hörgenuss der 1. und 2. Fußball-Bundesliga auch über das
Internet möglich - dank
90elf, dem Fußball-Radio. Die Macher der Website ziehen jetzt Bilanz und zeigen sich zufrieden.
Auf Wachstumskurs
Über 9,5 Millionen Hörkontakte generierte 90elf in der gerade zuende gegangenen Saison über Internet- und
DVB-T-Stream. "Besonders erfreulich ist, dass wir von Monat zu Monat immer mehr Hörer gewinnen konnten. Allein in der Rückrunde haben wir unsere Zahlen verdreifacht", freut sich Florian Fritsche, Geschäftsführer des 90elf-Betreibers Regiocast Digital. "An den letzten Spieltagen wurde 90elf bis zu 600.000 Mal eingeschaltet". 90elf ermöglicht es Besuchern, alle Spiele der Fußball-Bundesliga live und in voller Länge zu verfolgen. Eine kostenlose Registrierung ist dazu nötig - ohne Anmeldung ist nur die Konferenzschaltung des aktuellen Spieltages abrufbar.
Doch nicht nur mit den Einschaltquoten an den Spieltagen geht es kontinuierlich bergauf. Auch das Programm unter der Woche folgt nach Aussagen der Betreiber einem positiven Trend. 90elf informiert viertelstündlich über aktuelle Geschehnisse in der Fußball-Welt und wurde auch mit Hilfe von interaktiven Talk-Runden zum Vollprogramm. In der Rückrunde der vergangenen Saison schalteten viermal so viele Menschen auch unter der Woche ein, wie noch in der Hinrunde.
Nicht nur am PC
90elf lässt sich nicht nur über den
Browser empfangen. Auch eine kostenlose App für das iPhone ist zu haben. Zusätzlich vertreiben die Macher des Webradios ein WLAN-Radio namens Noxon, das für 129 Euro bestellt werden kann. Wie Regiocast Digital mitteilt, seien die Gespräche zur Rechtesituation in der kommenden Saison mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) im "finalen Stadium". 90elf könnte das Wachstum in der neuen Spielzeit sicherlich weiter ausbauen, nicht zuletzt auch dadurch, dass der Empfang aller Spiele im
Pay-TV künftig deutlich teurer wird.