Lange war es für viele Kunden von
T-Mobile ein großes Ärgernis, dass sie zum Beispiel über ihr iPhone keine Voice over IP-Verbindungen (
VoIP) von Anbietern wie
Skype nutzen konnten. Im Laufe des Sommers soll sich an diesem Missstand nach Angaben der
Telekom-Tochter aber etwas ändern. Dann wird es Nutzern von T-Mobile Combi- und Complete-Tarifen möglich sein, auch auf Telefonate über das
Internet zu setzen. Allerdings nur gegen einen monatlichen Aufpreis.
Kostenpflichtige VoIP-Optionen
Die VoIP-Option ist individuell zu den Tarifen der genannten Tariffamilien zubuchbar. Im günstigsten Fall werden 9,95 Euro monatlich extra fällig, verriet T-Mobile am Dienstag vorab. Kostenlos werde es nicht möglich sein auf VoIP-Angebote zu setzen. Für den gleichzeitigen Dauerbetrieb von VoIP-Anwendungen seien zusätzliche Investitionen in das Netz notwendig. "Es wäre den Kunden, die kein VoIP nutzen möchten, nicht zumutbar, wenn diese Mehrkosten auf alle Kunden verteilt werden. Deswegen ermöglichen wir durch die Optionstarife die Nutzung von Internet-Telefonie, während sie im Übrigen ausgeschlossen bleibt", so T-Mobile Deutschland Chef Georg Pölzl.
Alle Netzbetreiber hätten in den vergangenen Jahren viele Milliarden Euro in den Ausbau ihrer Netze investiert. Grundlage dieser Investitionen sei eine Tarifkalkulation bestehend aus Einnahmen aus Sprach- und Daten-Verbindungen gewesen. "Wenn diese Grundlage nicht mehr gegeben ist, ist die Zukunftssicherheit der Netze in Gefahr", so Pölzl. Wer also als T-Mobile-Kunden künftig zum Beispiel
Skype auf dem iPhone nutzen möchte, muss eine ordentliche Extragebühr zahlen. Ob sich das für die meisten Nutzer wirklich rechnet, ist fraglich.