Samstag, 30.05.2009 13:01

E3: Viele Geheimnisse vor der Spielemesse

aus dem Bereich Sonstiges
Nintendo war nach dem Start der neuen Geräte-Generation mit seiner damals deutlich günstigeren, aber auch technisch abgespeckten Wii überraschend und mühelos an beiden großen Konkurrenten vorbeigezogen. Nintendo setzte nicht auf schnellere Chips und bessere Grafikkarten, sondern auf clevere Spielekonzepte und einen bewegungssensitiven Controller, den inzwischen eine Vielzahl von Sportspielen unterstützen. Im vergangen Jahr verkaufte der japanische Spielespezialist auf dem US-Markt fast so viele Geräte wie Sony und Microsoft zusammen.

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Neuheiten unter Verschluss

Noch halten die Unternehmen ihre Neuheiten weitgehend unter Verschluss. Doch bereits vor rund vierzehn Tagen war an die Öffentlichkeit gedrungen, dass Microsoft für seine Spielekonsole Xbox 360 eine neue 3D-Videokamera im Köcher hat, die sich ähnlich wie bei Nintendos Wii-Controller zur Steuerung von Spielen durch Körperbewegungen einsetzen lassen könnte.

Microsoft bringt Mediaplayer Zune HD

Eines der Highlights in Los Angeles dürfte aber Microsofts neuer Mediaplayer Zune HD werden. Der Zune war vor Jahren als möglicher Herausforderer von Apples iPod angetreten, hat es allerdings bis heute nicht über die nordamerikanischen Grenzen geschafft und fristet auch im heimischen Markt eher ein Nischendasein. Das neue Modell mit integriertem HD-Radio-Empfang und hochauflösendem Display will Microsoft nun zum mobilen Zugang für seine Online-Spieleplattform Xbox Live ausbauen und auf der E3 erstmals der Öffentlichkeit vorstellen.

Die derzeit weltweit rund 17 Millionen Nutzer der Online- Spieleplattform Xbox Live sollen vom Herbst an auch mobil auf TV- und Spielfilme sowie Spiele und Musiktitel zugreifen können, kündigte Microsoft an. Unter den großen Konsolenherstellern war Microsoft bislang das einzige Unternehmen, das keinen mobilen Player im Angebot hatte.

Mit dem Bündel von Neuheiten könnte die E3 für viel Spannung in der Branche sorgen. Die Messe werde nach drei mageren Jahren wieder zu ursprünglichem "Glanz und Gloria" zurückkehren, sagte Bassendowski. Auf jeden Fall werde die Messe den Weg weisen, wohin die Branche geht, meinte Freundorfer.
Jörg Schamberg / dpa
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