Die beiden schwedischen Telekommunikationsunternehmen
Ericsson und TeliaSonera haben in Stockholm den weltweit ersten kommerziellen LTE-Standort (Long-Term Evolution) vorgestellt. Nächstes Jahr soll dort das erste Netz mit der mobilen Highspeed-Technik in Betrieb genommen werden.
160 Megabit pro Sekunde
Mit dem
UMTS-Nachfolger
LTE lassen sich sehr hohe Übertragungsraten erreichen. Anwender sollen so Dienste wie
Internet-TV, mobiles Video-Blogging, Video-Games in Echtzeit und das mobile Arbeiten in neuer Qualität nutzen können. So habe Ericsson bei entsprechenden Vorführungen bereits Übertragungen mit Datenraten von 160 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) realisiert.
Auch hinsichtlich der Ausnutzung der vorhandenen Frequenzspektren ergäben sich mit der neuen Technik deutliche Fortschritte. LTE-Übertragungen ließen sich sowohl in bereits genutzten als auch in neuen Frequenzbereichen realisieren. Bei der Entwicklung sei darauf geachtet worden, dass sowohl die Betriebskosten als auch der Instandhaltungsaufwand bei den Netzen minimiert werden.
Geringerer Energieverbrauch
Die Vorstellung des Standortes zeige laut Ericsson, dass LTE längst keine Zukunftsmusik mehr sei. Die Kunden von TeliaSonera werden die ersten Nutzer sein, die von der neuen Technologie profitieren könnten. Das LTE-Netz werde den Bewohnern von Stockholm erlauben, immer online zu sein und alle gewünschten Online-Dienste auch unterwegs in hoher Qualität zu nutzen.
Die Entwicklung von mobilen Breitbandlösungen stelle zudem einen entscheidenden Beitrag beim Aufbau nachhaltiger Strukturen in Städten und Gemeinden dar, die sich nicht nur durch einen verringerten Energieverbrauch, sondern auch deutlich gesenkte CO2-Emissionen auszeichneten.