Mittwoch, 20.05.2009 16:49

Zeitung: Zattoo muss Filme schwärzen

aus dem Bereich Sonstiges
Fernsehen über das Internet, das so genannte Web TV oder auch IPTV, ist insbesondere bei Jugendlichen sehr beliebt. Das wissen auch die Macher der TV-Software Zattoo, die auf rund 1,5 Millionen deutsche Nutzer blicken können. Viele davon sind jünger als 30 Jahre. Seit Neuestem ist auch eine browserbasierter Version von Zattoo online. Doch parallel dazu tun sich auch juristische Probleme auf, wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet.

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Filmverleiher wollen Geld

Nach Informationen der Zeitung haben die großen Filmverleiher Warner Bros und Universal vor dem Hamburger Amtsgericht eine Einstweilige Verfügung gegen Zattoo erwirkt. Demnach sei es dem Startup aus Zürich künftig untersagt, eine Reihe von Filmen über den Web TV-Player zu streamen. Filme wie der Hitchcok-Klassiker "Psycho" werde daher von Zattoo künftig geschwärzt, heißt es.

Stein des Anstoßes sind offenbar die von Zattoo eingespielten Werbespots, die zur Finanzierung des Dienstes notwendig sind. Sie kommen zum Vorschein, wenn zwischen den eingespeisten Programmen hin und her gezappt wird. Die Filmverleiher wollen nun vermutlich an den Werbeeinnahmen beteiligt werden. Solange keine Zahlungen erfolgen, sei es möglich, Zattoo die Ausstrahlung der Warner- und Universal-Produktionen zu verbieten, schreibt die Zeitung.

ARD und ZDF streamen vorerst nur unter Vorbehalt weiter

Das juristische Zank habe auch ARD und ZDF auf den Plan gerufen, den zwischenzeitlich ausgelaufenen Einspeisungsvertrag zu überdenken. Seit April würden die Streams der öffentlich rechtlichen Sender über Zattoo nur noch geduldet. Eine Anfrage unserer Redaktion bei Zattoo, die unter anderem beinhaltete, ob kurzfristig mit einem Verlust der ARD- und ZDF-Streams gerechnet werden müsse, blieb bisher unbeantwortet.
Hayo Lücke
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    Zuletzt kommentiert von fruli am 25.05.2009 um 17:50 Uhr
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