Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet hat die Bürger des Landes zu mehr Vorsicht bei Kontakten im Online-Netzwerk Facebook sowie anderen
sozialen Netzwerken im
Internet aufgerufen. Islamische Terrororganisationen durchkämmten systematisch die Netzwerke nach vertraulichen Informationen beispielsweise von aktiven oder Reservesoldaten, um mögliche Ziele in Israel auszukundschaften, heißt es in einer am Dienstag vom Büro des Ministerpräsidenten verbreiteten Erklärung.
Terrorgruppen nutzen Netzwerke
Darüber hinaus würden Netzwerke zum Anwerben von Spionen oder zur Vorbereitung von Entführungen in "feindliche arabische Länder" genutzt. Neueste Trends wiesen darauf hin, dass ausländische Organisationen Israelis für terroristische Aktivitäten anwerben wollten, heißt es weiter. Darüber hinaus würden Geld oder Arbeitsmöglichkeiten im Ausland als Gegenleistung für vertrauliche Informationen angeboten.
Informationen zur Vorbereitung von Entführungen
Alle persönlichen Informationen wie Namen, Heimatanschrift, E-Mail-Adressen und Telefonnummern, die im Internet aus privaten oder beruflichen Gründen preisgegeben würden, könnten Terrorgruppen bei der Kontaktaufnahme zu Israelis im In- und Ausland helfen.
Bereits in der vergangenen Woche gab es in den USA
Kritik an Facebook wegen Holocaust-Leugnern. Zwei Gruppen wurden auf Beschwerden eines amerikanischen Anwalts gelöscht. "Die Leugnung des Holocaust ist keine Verletzung unserer Nutzungsbedingungen", hatte Facebook damals erklärt.