Im Test der Verbraucherzentrale NRW stellten sich auch bei den Alben-Downloads Musicload (120,05 Euro) sowie AOL mit 122,60 Euro und somit rund 53 Euro über Amazon-Niveau als teuer heraus. Ein Preisunterschied von über 70 Prozent sollte zum genauen Vergleichen animieren.
Dateiformat beachten
An dieser Stelle lohnt ein Blick auf die vorliegenden Dateiformate. Einige Anbieter verkaufen noch immer nur eingeschränkt nutzbare (Digital Rights Management, DRM) Musikdateien im WMA-Format, andere haben auf DRM-freie MP3s umgestellt.
So können beispielsweise Songs, die bei Medion als WMA-Datei gekauft wurden, nur drei Mal auf CD und drei Mal auf portable Musikspieler übertragen werden. Auch das vergleichsweise teure Angebot von AOL stellte die Charts als WMA-Dateien zum Download, die zehn Mal gebrannt und 25 Mal kopiert werden dürfen. Immer mehr Anbieter jedoch verzichten auf Kopier- oder Brenneinschränkungen: Amazon, iTunes, Musicload und Saturn setzen auf ungeschützte MP3-Dateien.
Flatrate als Alternative
Vielhörer, die nicht unbedingt die einzelnen Songs herunterladen und behalten wollen, können auf eine sogenannte Musik-Flatrate zurückgreifen. Beispielsweise kann für einen monatlichen Pauschalpreis von 8,95 Euro bei Musicload das gesamte Archiv jederzeit angehört werden.
Beim Angebot von Napster für 9,95 Euro können die Songs sogar heruntergeladen werden. Dies gilt allerdings nur, solange die Flatrate auch bezahlt ist. Andernfalls lassen sich die bereits herunter geladenen Lieder nicht mehr abspielen. Ein ähnliches
Musik-Angebot für Computer und Handy startet Vodafone am kommenden Montag.