Das Surfen im
Internet kann Spaß machen. Neben Unterhaltung und Information bietet das Web auch praktische Anwendungen wie Online-Banking und Online-Shopping. Häufig wird die Suchmaschine Google als Ausgangspunkt genutzt, um über die Suchergebnisliste zu den gewünschten Webseiten zu gelangen. Doch ein gefährlicher Trojaner treibt derzeit rund um den Globus sein Unwesen und kann die Suchergebnisse von Google fälschen.
Gefälschte Links bei Google
Die Sicherheitsexperten von Scansafe berichten in ihrem Scansafe Blog, dass Internetsurfer mit infiziertem
Computer Gefahr laufen via Google auf manipulierte Webseiten weitergeleitet zu werden. Der Trojaner Troj/JSRedir-R wird von Cyberkriminellen auf bekannte, seriöse Webseiten platziert. Ist er erst einmal auf dem Rechner des Computeranwenders gelangt, so kann er weiteren Schadcode nachladen. Derzeit dient die chinesische Webseite gumblar.cn als Verbreitungsquelle für die Malware.
Der perfide Angriffsplan setzt jetzt aber erst richtig ein. Auf infizierten Rechnern kann die Suchergebnisliste der Google-Suche manipuliert werden, indem die Original-Links durch falsche Links ersetzt werden. Diese führen dann nicht auf die eigentliche Webseite, sondern auf eine täuschend echt nachgebaute
Phishing-Kopie. Die Betrüger versuchen über diese Seiten dann an Passwörter und andere vertraulichen Daten zu gelangen. Der Trojaner ist auch in der Lage FTP-Zugangsdaten auf dem Rechner des Computernutzers zu stehlen und die von ihm betriebenen Internetseiten - wie etwa eine eigene Homepage - dann ebenfalls zu infizieren.
Drastischer Anstieg der Attacken
Laut Scansafe steigen die Attacken derzeit drastisch an: Seit letzter Woche wurden 188 Prozent mehr Rechner mit Schadcode von gumblar.cn infiziert, auf über 1.500 Webseiten finden sich bereits Verlinkungen auf den Trojaner und sorgen so unwissentlich für eine Weiterverbreitung. Google selbst ist machtlos, da die Attacken nicht auf den Google-Servern, sondern auf den heimischen Rechnern der Computernutzer stattfinden. Google kann manipulierte oder infizierte Webseiten nur aus seinem Index herausnehmen. Dies führt entsprechend zu einem wirtschaftlichen Schaden bei den betroffenen Webseitenbetreibern, da sie mit Besucherschwund und Rückgang der Werbeeinnahmen rechnen müssen.
Der Gumblar-Code ist besonders gefährlich, da die Hacker den Code offenbar äußerst flexibel anpassen und bei Bedarf auf andere IP-Adressen umschwenken können. Die Anbieter von
Virenschutzsoftware arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, Webseiten zu blockieren, die versuchen auf den Code auf gumblar.cn zuzugreifen. Computernutzer sollten ihre Schutzsoftware immer auf dem aktuellen Stand halten.
Allgemeine
Tipps zum Schutz des PCs hat onlinekosten.de auch auf einer Hintergrundseite zusammengestellt.